Das Kathmandu-Tal besteht aus 3 Regionen: Kathmandu, Patan (Lalitpur) und Baktapur (für Informationen zu Kathmandu schaue bitte in meinen Post: „Namasté! Sehenswürdigkeiten in Kathmandu“). Patan und Baktapur sind im Gegensatz zu Kathmandu eher altertümliche Regionen und waren früher eingenständige von Kathmandu trennbare Städt. Heutzutage bemerkt man kaum einen Übergang zwischen den Städten, nur der heilige Fluss Bagmati spaltet die Regionen voneinander. Ein Besuch lohnt vor allem wegen den besonders schöne Tempelanlagen und Paläste.




Patan

Die Stadt Patan liegt etwa 8 km südlich von Kathmandu und ist mit ca. 200.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Kathmandu-Tal. Vier Stupas begrenzten die Stadt, eine in jeder Himmelsrichtung. Viele Legenden aber auch historische Daten deuten darauf hin, dass Patan wohl die älteste der drei Städte im Kathmandu-Tal ist. Durch die geringe Entfernung von der Touristenhochburg Thamel in Kathmandu lohnt sich ein Tagesausflug nach Patan. Der frühere Name von Patan war Lalitpur – Die Stadt der Schönheit. Warum dieser Stadt der vielversprechende Name gegeben wurde lässt der Durbar Square (Kaiserhof) erkennen. In diesem historischen Zentrum reihen sich die schönsten hinduistischen und buddhistischen Tempel und Paläste aneinander, die eine architektonische Meisterleistung darstellen. Aus diesem Grund ist der Durbar Square ein UNESCO Weltkulturerbe. Weitere bekannte Tempel sind der Goldene Tempel und der Kumbeshwar Temple. Beide sind fußläufig vom Durbar Square zu erreichen.

Empfehlenswert ist es durch die Straßen des historischen Zentrums zu schlendern, denn es gibt an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Patan ist auch berühmt für sein Kunsthandwerk. Tatsächlich hat Patan die größte Anzahl an höchsttalentierten Kunsthandwerken im nepalesischen Vergleich hervorgebracht. Wir hatten den Eindruck, dass sich die halbe Stadt mit der Fertigung von Klangschalen beschäftigt. Hier kannst du dich in vielen Shops von der Wirkung und der Behandlungsmethoden mit Klangschalen zu informieren, austesten und die originalen Klangschalen erwerben.

Für kulturbegeisterte können wir einen Besuch einer “Kindsgötting” empfehlen. Wir haben uns gegen ein kleines Trinkgeld von ca. einem Euro von der lebenden Göttin Ratnakar Mahavihar segnen lassen. Das Mädchen war nicht älter als 10 Jahre und wird bei einer bestimmten Zeremonie ausgewählt. Sehr glücklich sah sie nicht aus, aber mit 14 Jahren kann sie durch einen Teil des Trinkgeldes ein gutes und normales Leben weiterführen.




Bhaktapur

Die Stadt Bhaktapur etwa zwei Autostunden außerhalb von Kathmandu ist ebenfalls einen Besuch wert. Es empfiehlt sich diesen Ausflug im Rahmen einer Tagestour mit Guide zu buchen. In Bhaktapur findet ihr die am besten erhaltenen Tempel im Kathmandu-Tal. Die Stadt Bhaktapur war vom 12. Jh. bis zum 15. Jh. sogar die Hauptstadt Nepals und gilt heute noch als Kulturhauptstadt. Ungefähr 100 Tsd. Einwohner leben in Bhaktapur. Die Stadt ist wirklich schön gemacht und lädt mit sauberen Straßen und kleinen Shops zum Souvenier-Bummel ein. Über die Stadtgrenzen hinaus ist die Stadt außerdem für ihr Töpferhandwerk bekannt. Hier wird noch ganz altmodisch der Ton zwischen Heu gelagert und dann angebrannt.

In Bhaktapur gibt es drei Hauptplätze, die du gesehen haben solltest:

Der Hauptplatz in Bhaktapur ist der Durbar Square. Dieser Platz wurde 1979 auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Die größten Attraktionen dieses Platzes sind die atemberaubenden Holzschnitzkünste an den Tempeln und des goldene Tor zur interessanten nationalen Galerie. Fast alle Tempel sind begehbar und laden ein, etwas tiefer in die Religionen des Buddhismus und Hinduismus einzutauchen.

Der zweitwichtigste Platz in Bhaktapur ist der Taumadhi Square, an dem vor allem die Baukunst und Architektur mehrstöckiger und rechteckiger Tempel zu bestaunen sind. Die Tempel sind ebenfalls verziert mit den bewundernswerten Holzschnitzereien und mit schönen Steinskulpturen.




Der dritte Platz, Dattatraya Square, ist der älteste Teil der Stadt, den man durchaus als ein offenes Museum betrachten kann. Der älteste Tempel ist der Dattatraya Tempel. Ein geschnitzte Pfauenfenster aus Holz, in einer schmalen Seitengasse ist hier die Hauptatraktion. Der gegenüberliegende Souveniershop lässt gern Touristen aus dem ersten Stock Bilder genau gegenüber des Pfauenfensters machen.

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