Ein absolutes Muss ist eine Tagestour auf dem Inle Lake, welche wir im Guesthouse für 20.000 Kyat buchten. Morgens wurden wir von unserem Bootsmann abgeholt und fuhren mit einem Kanu direkt auf den Inle Lake. Der See ist einfach wahnsinnig schön. Es heißt des öfteren, dass man nicht weiß, wo der See beginnt und wo er endet. Befindet man sich mitten auf dem Inle Lake, ist es wirklich schwer ein Ende zu erkennen: Um einen herum spiegelt sich der Himmel unendlich weit auf der glatten Seeoberfläche – nur ab und zu unterbrochen durch Stelzenhäuser, eine Seerose, schwimmenden Gärten oder ein Fischerboot.

Hier auf dem Inle Lake erhält man das überall bekannte Fotomotiv der Einbeinruderer: Die Intha-Fischer stehen an einer Seite ihres Kanus, steuern mit einem Bein das Boot und Fischen mit einem Großen Netz. Ein wundervolles Fotomotiv. Zu Beginn der Tour fuhren wir zu denzu den für die Touristen posierenden Einbeinruderen. Diese zeigten den Touristen ihre Kunststücke auf den Booten – ein wahrer Balanceakt!




Doch es gibt auch noch die echten Fischer! Auf der Tour entdeckten wir immer wieder die wahren Fischer, die auf einem Bein balancierend die Fische im Inle Lake fangen. Zuerst legen sie, mit einem Bein das Boot steuernd, ihr Netz aus. Danach schlagen die Fischer mit Hilfe ihres Ruders auf die Wasseroberfläche um die Fische aufzuscheuchen, sodass die Fische sich in ihrem Netz verfangen.

Anschließend besuchten wir einen der 5-Tage Märkte. Aller fünf Tage wechselt der Markt seinen Standort. Bei unserer Tour verweilte dieser gerade in Maing Thauk. Nach ein paar Metern zu Fuß über einen Holzsteg und durch das Dorf, gelangten wir an den Marktplatz. Die Marktstände boten neben Souvenirs, frischen Obst und Gemüse auch Arzneimittel und Kleidung an. Als wir wieder zum Boot zurückkehrten, durften wir noch die Hochzeitsfotos eines frisch verheirateten Paares miterleben.

Unsere weitere Tour führte uns quer über den See zu der im Wasser befindlichen Ortschaft Inn Paw Khone, der für seine Herstellung von Kleidung aus Lotus bzw. Seerosen (sehr seltenes Material), Seide und Baumwolle bekannt ist sowie für die Herstellung von Goldschmuck- und der nach Banane, Pfefferminz etc. schmeckenden Cherott-Zigarette. Natürlich musste André die Zigaretten ausprobieren und sie schmeckten im sehr gut. Auf unserer Tour lernten wir auch die berühmten Long-Neck Frauen kennen. Diese tragen bis zu 26 goldene Ringe um ihren Hals, um diesen länger zum machen. Wir konnten die Herstellung ihrer Tücher und Schals beobachten – eine sehr aufwendige Prozedur.

Anschließend nahmen wir auf dem Inle Lake ein gutes Mittagessen zu uns und besuchten anschließend das etwas weiter entfernte Indein. Entlang des Nam Pilu Flusses, konnte man das Leben der Intha erleben, wie sie fischen, die Felder bewirtschaften,sich selbst im Fluss waschen (es war Sonntag und wohl Waschtag) oder aber Ware von A nach B transportierten.




In Indein angelangt führte ein langer von Souvenirständen gesäumter, überdachter Weg auf einen kleinen Hügel und zu einer Pagode mit unzähligen weißen Stupas. Von hier aus, kann meinen eine weitere Stupa erkennen, die auf einen nicht weit entfernten Hügel drohnt. Von diesem Stupa besitzt man ebenfalls einen schönen Ausblick auf die Landschaft.

Der letzte Programpunkt auf unserer Tour, war das Nge pe chaung Kloster. Bekannt wurde das Kloster durch die „Jumping Cats“. Die Mönche trainierten Katzen zum Springen und boten Showeinlagen für Besucher an. Mittlerweile werden keine Shows mehr durchgeführt, aber auf der Anlage findet man dennoch viele süße Katzen. Genau das richtige für Nadine. Wir fanden es erstaunlich, dass diese sich, wie die Mönche von Reis ernährten – für die Katzen bei uns zu Hause undenkbar.

Am Ende der Tour gab es noch das Highlight des Tages. Wir baten den Kanufahrer bis zum Sonnenuntergang auf dem See zu verweilen, um die schönen Farben der untergehenden Sonne auf dem Wasser bewundern zu können. Es stellte sich genau als richtige Entscheidung heraus, denn wir verspürten wieder die spirituelle, beruhigende Atmosphäre des Sees, der so friedlich in einem mit Bergen umgebenen Tal liegt.

Und da waren Sie wieder die “Fischer”, die für ein kleines Trinkgeld für die Touristen unvorstellbare Balanceakte auf dem Boot vorführten. Ein wunderbarer Abschluss unseres Tages auf dem See.




Fazit Tagestour Inle Lake

Der Inle Lake ist für uns ein absolutes MUST SEE in Myanmar, zumindest bis er nicht von noch mehr Touristen überflutet wird und seine Authentizität verliert. Am Inle Lake ist die Zeit wie stehen geblieben. Keine Hektik, kein Stress, einfach nur das hier und jetzt. Die friedliche Ruhe des Sees, der in verschiedenen Farben zu strahlen scheint und die freundlichen Inthas verleihen der Umgebung eine besondere, magische Atmosphäre, die ihr selbst einmal verspüren und genießen solltet. Also, auf zum Inle Lake!

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