Myanmar

“Mingalaba” in Myanmar

Myanmar: Freundlichkeit, kulturell, traditionell, geheimnisvoll, mystisch, arm

Wo fängt man an, ein Land zu beschreiben für, dass es eigentlich noch keine Worte gibt. Noch nicht lange für die Außenwelt zugänglich, besuchten wir Myanmar, das ehemalige Birma, welches wir für noch authentisch hielten. Wir haben uns ein Land vorgestellt, dass touristisch wenig erschlossen ist, die Modernität noch nicht in vollen Zügen Einzug gehalten hat, uns unbekannte Traditionen und Rituale begegnen, sowie Menschen, die uns neugierig beäugen und uns freundlich weiterhelfen.

Und tatsächlich galten wir noch als Sehenswürdigkeit und wurden per Handykamera schnell erfasst. Die Modernisierung ist da und auch Luxusreisende, müssen kaum Einschränkungen hinnehmen. Uns überraschte, neben den übermäßigen Handygebrauch und Wifi an fast allen touristischen Gegenenden, zudem auch das gute Englisch der Burmesen. Die Regierung hat schnell erkannt, dass die Sprache den Weg zum Tourismus öffnet und die Kinder lernen in der Schule Englisch, bringen das erlernte ihren Eltern bei und üben anhand von englischem Fernsehen. Myanmar hat in Rekordzeit erkannt, für was Länder wie Thailand Jahrzehnte brauchten: Die Finanzierung der Modernisierung gelingt am schnellsten durch den Tourismus, dazu sind Sprache, Hotels und Sehenswürdigkeiten der Schlüssel, um Besucher anzulocken, aber auch um die eigene Kultur und das Besondere zu verlieren…. Wir hoffen nicht das dies in nächster Zeit eintritt, denn welches Land besitzt schon seine eigene Zeitzone mit 30 Minuten Unterschied zu seinen Nachbarländern Thailand, China, Laos, Indien und Bangladesch oder eine 8 Tageswoche, in der der Mittwoch als zwei Tage gilt und der Wochentag den Namen und Charakter der Menschen bestimmt? Solche Besonderheiten zeichnen Myanmar in hoher Vielfalt aus.

Wie erwartet und überall berichtet sind die Burmesen ein sehr freundliches, liebenswertes Volk. Das eigentlich interessante des Landes ist aber die Mystik, die sich bei Sonnenauf- und Untergang zeigt. Nebelschwaden (oder doch eher Rauch vom Feuer?) verschleiern Pagoden über den weiten Reisfeldern und tauchen das Land in einen mysteriöses blutrot. Die alten Tieck Holzbrücken und Häuser der Dörfer und die vielen Mönche auf den Straßen und den Klöstern verleihen dem Land eine geheimnisvolle, religiöse Aura. Hier im alten Birma, zählen noch Tugenden, Traditionen, Glaube und das rar geworden freundliche Miteinander.

Kulinarisch kann das Land nicht mit seinen Nachbar Thailand mithalten. Die Hauptspeise besteht zwar auch aus Reis, milden Curry und verschiedenem Gemüse und Gewürzen, aber die Speisen werden von den Ausländern als sehr fettig empfunden. Die Grundlage der Zubereitung basiert auf Ölen, die meist an der Oberfläche der Suppen und Currys schwimmen. Zum einen ist das Öl ein Geschmacksträger, zum anderen konserviert es die Lebensmittel, die oft Stunden lang ohne Kühlung in Töpfen verharren. Kühlschränke findet man selten in den einfachen Lokalen und Restaurants. Trotzdem ist für jedermann etwas dabei. Pizza, Pasta und Bürger werden auch angeboten, wenn auch nicht so häufig wie in anderen Ländern.

Landschaftlich ist das buddhistische Myanmar genauso gespalten, wie seine ca. 153 Volksgruppen. Das Land, welches doppelt so groß ist wie Deutschland, wird im Norden von Ausläufern des Himalaya mit schneebedeckten Bergen und kühlen Temperatur von Bangladesch und China begrenzt. Das Zentrum ist sehr trocken und ähnelt einer Halbwüste. Im Osten befindet sich das bis zu 1.000 Meter hohe Shan Plateau und Richtung Süden die fruchtbare, tropische Deltaregion. Das Myeik Archipel grenzt mit seinen ungefähr 800 Inseln das Land von Thailand ab und bietet den Touristen fast noch unberührte weiße Sandstrände. Die Hauptreisezeit ist der europäische Winter. Die Temperaturen befinden sich um die 30 Grad und es ist hauptsächlich trocken.

Wer die Vielfallt und das Besondere in Myanmar sehen möchte, sollte das Land so schnell wie möglich besuchen, denn: Myanmar versucht sich aus der Armut zu befreien, in einem zu raschen Tempo unter Drang und Zwang: Die Städte wirken auf den ersten Blick modern, in Yangon werden immer mehr Malls mit Gucci und Prada gebaut, doch die Menschen bleiben arm und passen noch nicht zu den Flachbildschirmen, LED Beleuchtungen und der allgemeinen westlichen Welt. Innerhalb der letzten 6 Jahre, nach der Grenzöffnung für die Außenwelt, wurden Pferdekutschen und Karen gegen Autos und Smog ausgetauscht, Smartphones an jedem Ohr statt lange Wege zurückgelegt, Kentucky Fried Chicken das neumodische überfüllte Szenelokal statt der normale Straßenstand an der Ecke. Die Modernität versucht Einzug zu erhalten – mit allen Mitteln. Hotels für Touristen existieren überall, nur die passenden Restaurants und Angebote fehlen mancherorts. Außer dem entstehenden Shoppingmall existieren selten richtige Läden. Straßenstände prägen das Stadtbild. Supermärkte versuchen langsam Fuß zu fassen – 7/11 erreichte sein Ziel noch nicht. Es erscheint aber nur eine Frage der Zeit, bis Starbucks, MC Donalds und Co. ihren Weg in die Zentren der Städte finden.

Wir möchten euch in unseren Beiträgen über Myanmar einige Sehenswürdigkeiten vorstellen, dabei kann das Land nicht unbedingt mit seiner landschaftlichen Schönheit andere Länder ausstechen, aber das faszinierendste und Besondere sind die Menschen, ihre Kultur und die Mystik des Landes, die jeden Reisenden erfasst. Auch die Vielfalt und Anzahl der Pagoden haben wir so noch nirgends vorgefunden. Wir hoffen das Myanmar, nicht wie andere Länder, seine Einzigartigkeit beim Streben nach Modernisierung verliert und die Freundlichkeit sowie die einmalige Kultur für immer beibehält.

Sicherheit

Wir haben Myanmar als ein sehr sicheres und freundliches Land kennengelernt. Durch den buddhistischen Glauben an die Auswirkungen des jetzigen Handelns auf die Wiedergeburt, kann dieses Land als sehr sicher eingestuft werden. Trotzdem gibt es immer Ausnahmen, da es auch sehr viel Armut in diesem Land gibt. Die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen sollten deshalb beachtet werden.

Sprache

Die Landessprache ist Birmesisch. Viele Birmesen sprechen aber auch Englisch, da Myanmar lange Zeit eine britische Kolonie war.

Transport

Das Busnetz in Myanmar ist für die Touristen sehr gut ausgebaut. Es gibt zu allen Touristenattraktionen bequeme und moderne Übernacht-Busse mit Schlafsitzen. Die einzige Strecke bei der du in einem älteren Transporter mit unbequemen Sitzen reisen musst, ist von Mrauk U nach Ngapali Beach.

Visa

Das Visa kannst du online hier beantragen. Das Visa ist dann 28 Tage gültig und kostet 50 USD, die du mit der Kreditkarte zahlen kast. Bei der beantrgagung des Visas muss der Reisepass noch mind. 6 Monate gültig sein und ein Passfoto (biometrisch) muss auf dem Online-Portal hochgeladen werden. Die Genehmigung des Visas erhälst du normalerweise binnen 3 Werktagen.

Währung

Die Währung ist die Myanmarischer Kyat (MMK). Einen aktuellen Umrechnungskurs findet ihr bei OANDA.

Wetter und Reisezeit

Die beste Reisezeit für Myanmar ist von Mitte November bis Mitte März, da die Temperaturen nur selten über 35 Grad Celsius steigen und es wenig regnet. Die Regenzeit in Myanmar geht von Mai-Oktober. Zu dieser Zeit blüht es überall im Land. Bei nur wenigen Regenstunden kann diese Reisezeit auch bedingt empfohlen werden. Der heißeste Monat ist der April. Diesen Monat solltest du aufgrund von Temperaturen jenseits der 35 Grad Celsius als Reisezeit meiden.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen