Pakse ist eine Kleinstadt ohne bedeutende Sehenswürdigkeiten. Warum dennoch einige Touristen hier Stopp machen liegt an der Umgebung von Pakse. Hier findest du das Bolaven-Plateau und den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Wat Phou Champasak. Zudem ist Pakse ein Ausgangspunkt für die Weiterreise nach Thailand, Kambodscha und die weiteren Städte in Laos.

Die Stadt Pakse

Für das Sightseeing benötigst du nicht einmal zwei Stunden. Die Innenstadt besitzt zwei mehr oder weniger sehenswerte Tempel. Gleich am Fluss Xe Don befindet sich der Tempel Wat Luang. Der 1935 gegründete Tempel ist einer der größten von Pakse und Umgebung.

Etwas mehr im Landesinneren in der Nähe des Champasak Palace Hotel findet ihr den ebenfalls 1935 erbauten Tempel Wat Tham Fai. Der Tempel ist ein sehr beliebter Austragungsort für Tempelfeste. Beide Tempel sind jedoch eher nicht spektakulär und kein Grund extra nach Pakse zu reisen.

Restaurants, Cafés, Touristeninformationen und einige Unterkünfte befinden sich an der 13. Straße. Eine schöne Aussicht findest du vor, wenn du vom Wat Luang in südliche Richtung läufst. Schnapp dir auf deinen Spaziergang einen im Bolaven-Plateau angebauten Cafe-to-go in einem der kleinen Cafés und nach wenigen hundert Metern führt die Straße dann zum Wasser. Der breite Fluss Xe Don und die dahinter liegenden Berge vermitteln eine idyllische Atmosphäre. Eine lange Brücke führt zu einer kleinen Insel mit einer großen Buddha-Statur, die du aber schon vom Flussufer in Pakse bewundern kannst.  Auf dem Fluss an der Uferpromenade befinden sich einige schwimmende Restaurants in denen du ein Abendessen bei Sonnenuntergang genießen solltest, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.




Tagesausflug Bolaven-Plateau

Am zweiten Tag in Pakse haben wir und die Tagestour ins Bolaven-Plateau gebucht. Für 135.000 Kip pro Person (ca. 16 Euro) wurden wir in einer Gruppe von 12 Personen durch das Bolaven-Plateau gefahren. Ein Guide war nicht inklusive. Das Bolaven-Plateau ist eine Hochebene in Laos, die 1.200 Meter hoch und 10.000 km² groß ist. Die Abholung erfolgte vom Hotel um 8 Uhr morgens. Zuerst ging es zum Tad Fane Wasserfall. Der 120 Meter hohe Wasserfall ist der höchste in Laos und soll auch der spektakulärste Wasserfall in Laos sein. Da man aber nicht besonders nah an den Tad Fane Wasserfall heran kommt wirkt er wenig spektakulär.

Im Anschluss fuhren wir eine Kaffee-Plantage besuchen. Man konnte zwar dort die Plantage entlang eines Pfades besichtigen jedoch wurden dem Besucher keine Informationen gegeben. Einige aufgestellte Tafeln gaben spärliche Informationen zu der Plantage. Sight-Seeing im Laos-Style. Der dort für 15.000 Kip erhältliche Kaffee schmeckte jedoch gut und wir entschlossen uns zwei Päckchen (250g für 3,25 EUR) zu kaufen.

Anschließend besuchten wir das Bergdorf Bane Kokphoung. Dieses ist bekannt für seine Tradition, dass die Menschen dort zu Lebzeiten ihren eigenen Sarg bauen. Nach dem Tode werden dann die Menschen in ihren eigenen Särgen meist unter dem Haus oder auf der Farm begraben. Bei unsere Besichtigung wären weder die Särge noch die Gräber zu sehen, sodass uns Bane Kokphoung wie ein gewöhnliches Bergdorf vorkam. Der Besuch gewährte allerdings gute Einblicke in die dortige Lebensweise. Zumindest die Kinder freuten sich über die von uns mitgebrachten Luftballons sehr.

Die Fahrt führte uns weiter zum Tad Lor Wasserfall. Der wenig spektakuläre Wasserfall bot dennoch eine gute Aussicht beim mittelmäßigen Mittagessen. Hier kannst du auch baden, worauf wir aber durch den einsetzenden Regen verzichteten.

Unsere Fahrt führte uns weiter zu dem für seine Webkunst bekannten Dorf Ban Huy Houn. In einer Hütte kannst du dort live miterleben, wie die Menschen dort ihre Kleidung weben. Wiederum fehlten die Informationen für die Besucher woraus sie den Faden für die Kleidungsstücke gewinnen oder aber wie lange es dauert ein solches Kleidungsstück herzustellen, da weder die Dorfbewohner noch unserer Fahrer Englisch sprechen konnten.

Zum Abschluss unseres Tagesausfluges ging es dann noch zum Pha Suam Wasserfall. Der U-förmige Wasserfall war für uns ebenfalls nicht beeindruckend. Vielleicht ist er das in der Regenzeit. Auch der zweite „Wasserfall“ dort war nicht besonders spektakulär. Der kulturelle Park, der hier am Wasserfall entstanden ist, war jedoch mit seinen um die Bäume gebauten Hütten ganz schön anzusehen – ein richtiges Dschungeldorf.

Damit war unsere insgesamt enttäuschende Tagestour am Ende. Wir fuhren zurück nach Pakse und kamen gegen 17 Uhr an unserem Hotel an. Die Tour können wir leider nicht weiterempfehlen, spart lieber das Geld für andere Sehenswürdigkeiten, denn auf dem Weg zwischen den Sehenswürdigkeiten gab es auch nichts außergewöhnliches zu sehen.

Tagestour zum Vat Phou Champasak

Am dritten Tag in Pakse entschlossen wir uns ein Moped für 60.000 Kip (ca. 7 EUR) zu leihen. Hinzu kamen noch 20.000 Kip (ca. 2,50 EUR) für Benzin und Parkgebühren in Höhe von 5.000 Kip (ca. 0,75 EUR). Wir würden euch raten das wenige Geld für Parkgebühren zu zahlen, denn dadurch steht das Moped sicher. Es gab in letzter Zeit nämlich vermehrt Diebstähle von geliehenen Mopeds. Der Weg ins ca. 45 Kilometer entfernte Champasak ist sehr einfach zu finden und die Straßen sind sehr gut ausgebaut. Ihr verlasst die Innenstadt einfach auf der südlichen Brücke. Ca. 2,5 Kilometer nach dem Ende der Brücke (kurz nach der Mautstation an der ihr einfach vorbeifahrt ohne bezahlen zu müssen) geht es dann nach links. Von nun an folgst du immer der Asphalt-Straße. Die Strecke bis nach Champasak bietet einige tolle Aussichten.




Nach ca. 35 Kilometer fährst du direkt auf das Highlight von Champasak zu – den Tempel Wat Phou Champasak. Für alle die noch nicht die Tempelanlagen von Angkor Wat gesehen haben, ist dieser Tempel unbedingt zu empfehlen. Durch die einzigartige Khmer-Architektur wurde dieser Tempel im Jahre 2001 in die Liste der Unesco-Welterben aufgenommen. Der Wat Phou Champasak wurde bereits im 5. Jahrhundert in einigen Schriften erwähnt. Über die Jahre wurde der Tempel dann bis zum 13. Jahrhundert erweitert und verändert. Das Tempelgebiet umfasst ca. 3,6 km² und ist damit nicht besonders groß. Du benötigst für die Besichtigung ca. 1 Stunde. Nachdem du den Eintritt in Höhe von 50.000 Kip bezahlt hast, befindest sich in der Nähe des Ticketoffice ein Museum in denen einige Skulpturen aus dem Tempel ausgestellt sind und du über Wandtafeln nützliche Informationen über den Tempel vermittelt bekommst. Ein Golfwagen bringt dich vom Museum vorbei an einem Teich (genutzt für die heiligen Waschungen) zur Tempelanlage. Von hier an musst du die Besichtigung zu Fuß fortsetzen.

Der Wat Phou Champasak liegt am Fuße des heiligen 1.416m hohen Berges Phou Phasak. Die mit Säulen gesäumte Prozessionsstraße führt dich zu den Treppen, die dich zur ersten Ebene mit zwei viereckigen Pavillions führen.

In der oberen Ebene befinden sich das Hauptheiligtum und oberhalb davon die heute noch fließende heilige Quelle. Hier wurde schon damals mittels Rohren aus Sandstein ein Wassersystem konstruiert. Im Hauptheiligtum befinden sich einige Buddha-Figuren auf einem Altar.

Ebenfalls auf der oberen Ebene findest du in nördlich vom Hauptheiligtum zwischen vielen Steinfelsen einen Elefantenfelsen und die schwer zu findenden Krokodil- und Schlangenfelsen. Bis heute wird spekuliert ob der Krokodil-Felsen für Menschenopfer genutzt wurde.

Von der oberen Ebene hast du auch einen wunderschönen Ausblick auf die umgebende Landschaft, den nördlichen und südlichen Pavillion sowie den vor der Anlage befindlichen Teich.

Auf dem Rückweg solltest du etwas länger an der Straße beim Fluss in Richtung Pakse fahren und erst wenn die Straße nicht mehr weitergeht zurück auf die parallel verlaufende Hauptstraße fahren. In dem Gebiet säumen noch weitere Tempel die Straße.

Anreise und Übernachtung

Wir sind für 85.000 Kip von Don Det auf den 4.000 Islands angereist. Inklusive war das Boot-Ticket von Don Det nach Nadasang (Nakasong). Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden.




In Pakse haben wir im Lankham Guesthouse übernachtet. Mit 100.000 Kip (ca. 12 Euro) für ein Doppelzimmer war das Guesthouse sehr günstig. Es war spärlich eingerichtet aber trotzdem sauber. Dennoch können wir das Guesthouse nicht übermäßig empfehlen. Versucht einfach mal das Alisa Guesthouse. Das ist ca. 50m von unserem Guesthouse entfernt, weist aber einen deutlich höheren Standard auf. Leider war das Alisa Guesthouse bei uns ausgebucht.

Fazit Pakse,  Bolaven-Plateau und Vat Phou Champasak

Die Stadt Pakse und den Tagesausflug ins Bolaven-Plateau können wir nicht weiterempfehlen. In diesen beiden Orten gibt es wirklich nicht viel zu sehen. Wenn ihr die Tempelanlage Angkor in Kambodscha noch nicht besucht habt, können wir euch den Ausflug zum Vat Phou Champasak empfehlen. Ansonsten lasst einfach die Stadt aus und verbringt lieber woanders mehr Zeit. Für die zusätzlichen Tage können wir zum Beispiel Don Det auf den 4000 Islands empfehlen.

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