Wenn am Morgen eine Vielzahl von in safrangelb gekleideter Mönche aus 33 vergoldeten Tempeln die Straßen, einer vom Mekong Dunst durchfluteten Stadt mitten im Dschungel, zum Tak Bat entlanglaufen und die Gasen gesäumt sind von alten, renovierten französischen Villen und die Luft von frischen Köstlichkeiten durchzogen wird, dann, aber auch nur dann befindet ihr euch in der königlichen Stadt Luang Prabang – der ehemaligen „Stadt des Goldes“ und schönsten Stadt Laos. Luang Prabang ist eine Stadt wie aus einem Märchen: nostalgisch, romantisch, majestätisch, köstlich- delikat, verträumt mit einem spirituellen Flair, der jeden Besucher verzaubern wird und als Shangri La (paradiesischer, unwirklicher Ort) für Touristen bekannt ist. Genau so wirkt Luang Prabang auch auf uns: eine Stadt für Touristen. Alles ist sauber und gepflegt. Die alten und neuen in französischem Stil errichteten Villen erstrahlen im neuen Glanz, sind nun Restaurants mit den besten internationalen Speisen und schicken Boutique Hotels mit Saunen und Spas für die vielen Besucher. Die UNESCO Weltkulturerbestätte strahlt eine zufriedene, zwanglose, gemütliche Ruhe aus, wie man sie kaum in einer anderen Stadt findet. Diese entspannte Atmosphäre scheint auch auf jeden Reisenden überzugehen. Hier in der Stadt, wo Mekong und der Nam Khan-Fluss in einer dschungelartigen Landschaft zusammenfließen, relaxen Touristen am Ufer oder in Bars wie „Utopia“, lesen Bücher, Meditieren oder finden Zerstreuung beim Yoga. Luang Prabang ist vielleicht nicht mehr die authentische, mysteriöse Dschungelstadt, wie sie in so vielen Büchern Indochinas beschrieben steht und sie von Henri Mouhot 1186 vorgefunden wurde, dennoch sucht sie ihres Gleichen in Indochina. Wir haben die außergewöhnliche Stadt Luang Prabang für euch erkundet und stellen euch anschließend die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vor:




Die Sehenswürdigkeiten von Luang Prabang

Bak Tat – Die Almosenprozession der Mönche

In buddhistischen Ländern sieht man sie zu jedem Tagesanbruch, barfuß, schweigend, in Rot oder gelben Gewändern gehüllt, mit Bettelschalen die Straßen entlang marschieren: die Mönche der umliegenden buddhistischen Tempel, auf dem Weg sich von den frommen Bürgern Almosen in Form von Reis in ihre Schalen füllen zu lassen und den ganzen Tag von den Gaben zu zehren. Warum sollte man sich die Bak Tat Zeremonie unbedingt in Luang Prabang ansehen, wenn dies in Indochina schon längst nichts Besonderes mehr zu sein scheint? Luang Prabang besitz 33 vergoldete Tempel und Klöster und dementsprechend viele Mönche. Die Straßen färben sich zum Sonnenaufgang um 6 Uhr morgens in das safran-gelb der Umhänge der Mönche. Nach einander, ohne ein Wort zu sprechen, nehmen sie die Gaben der Bevölkerung entgegen und kehren zu ihrem Tempel zurück. Mittlerweile scheint das Bak Tat eine regelrechte Touristenattraktion geworden zu sein. Ihr könnt Reis oder Süßigkeiten kaufen, euch selbst mit in die Reihe der Gebenden einordnen und die spezielle spirituelle Erfahrung wahrnehmen. Die Mönche werden aber nur die Speisen von euch annehmen, wenn ihr euch gerecht bieder gekleidet habt, ihnen nicht in die Augen schaut und keine Fotos mit Blitz von ihnen macht. Der Bak Tat ist eine sehr religiöse Zeremonie, der man genügend Achtung entgegenbringen sollte.

Der Phou Si Hügel

Die Stadt Luang Prabang ist eine Halbinsel eingeschlossen vom Mekong und Nam Khan-Fluss. Fast in der Mitte des Stadtzentrums erhebt sich ein kleiner Hügel, auf dem That Chomsi, eine goldene Stupa, erbaut wurde. Bei Nacht wird sie wunderschön angestrahlt und scheint über der Stadt zu schweben. Noch mehr beeindrucken wird euch aber die schöne 360 Grad Aussicht über die gesamte Stadt.

Für 20.000 Kip Eintritt, lohnt es sich zum Sonnenuntergang noch einmal hierher zu kommen und die friedliche, zeitlose Stille der Stadt zu genießen. Mittlerweile existieren vier Treppenaufgänge: einer in jeder Himmelsrichtung. Wir haben den westlichen an der Touristenstraße Th Sisavangvong, vor dem Königspalast, gewählt und sind am nördlichen Ausgang abgestiegen. Entlang dieses Abstieges kommt ihr zuerst an Wat Thammo vorbei. In diesem Tempel werdet ihr einige Buddha-Figuren vorfinden, die teilweise historische Geschichten darstellen. Zudem wartet der Tempel mit einer kleinen Höhle auf, in der du einem Altar findest.

Ein paar Meter weiter, werdet ihr auf einen riesigen Buddha-Fußabdruck stoßen. Nach diesem Abdruck zu beurteilen, müsste Buddha ein Riese gewesen sein. Der Pfad führt wieder zum Fuße des Berges in den Tempel Wat Siphoutthabat Thippharam. Von dort aus gelangst du wieder auf die Touristenstraße.

Der Königspalast und Wat Ho Pha Bang

Das schönste Gebäude in der Anlage des Royal Palace bildet der Tempel Wat Ho Pha Bang. Er befindet sich in der südöstlichen Ecke des Parks, in einem leuchtenden Gold und mit mehreren roten Dächern. Erst 1993 wurde der Pavillon errichtet. Mittlerweile beherbergt dieser das größte Heiligtum des laotischen Buddhismus: Den Pha Bang, eine 83 cm große Buddha-Figur aus Gold und der Namensgeber der Stadt Luang Prabang. Die Laoten glauben, dass die Figur in Sri Lanka nach direktem Götterbild im 1. Jh. n.Chr. angefertigt wurde. Wissenschaftler hingegen prognostizierten eine Entstehungszeit im 14. Jh. und zwar nach dem Khmer-Stil und nicht nach laotischer oder indischer Machart. Der Buddha war ein Geschenk eines Khmer-Königs im 16. Jh und wurde zwei Mal von den Siamesen nach Thailand entführt und erst 1867 zurückgegeben. Als Symbol für die königliche Legitimation wird diese Statue noch heute von den Laoten verehrt und zur Pi-Mai-Feier (laotisches Neujahr, Mitte April) in einer vergoldeten Sänfte durch die Stadt getragen.

Die laotischen Könige galten als eher bescheiden und zurückhaltend. Genauso wenig prachtvoll erscheint auch die gesamte restliche Anlage des königlichen Palastes. In einem Mix aus laotischen und französischem Baustil, führen weiße Marmortreppen den Haupteingang des königlichen Palastes empor. Im Garten befindet sich ein Teich. Die Statue des letzten laotischen Königs Sisavang Vong befindet sich vor den ehemaligen Empfangsräumen.

Der Thron in der Eingangshalle bildet das Herzstück des damaligen buddhistischen Oberhauptes und laotischen Königs Sisavang Vong (regierte 1905-1959). Für 30.000 Kip Eintritt könnt ihr euch das Innere des Palastes, mit den original erhaltenen Zimmern der Monarchen, anschauen. Für Autoliebhaber gibt es im Hof des Palastes eine ganz besondere Überraschung: ein seltener Edsl Citroen DS und zwei Lincoln Continentals aus den 1960er Jahren gehören zu der königlichen Autosammlung, die besichtigt werden kann. Rund um den Palast befindet sich ein grüner, mit Palmen gesäumter Park und ein goldener Wagen, in dem zu bestimmten Festen der heilige Buddha Pha Bang durch die Stadt gefahren wird.

Die Tempel der goldenen Stadt

Luang Prabang hieß früher Xiang Thong – Stadt des Goldes, was sicherlich durch die 33 vergoldenden Tempel der Stadt abgeleitet wurde.  Man kann keine hunderte von Metern weit gehen, um nicht den nächsten Tempel vor Augen zu haben, aber das ist das Besondere der Stadt; der Buddhismus mit seinen Mönchen gehören einfach zum Stadtbild und geben Luang Prabang einen hohen Wiedererkennungsfaktor.

Der Wat Xieng Thong ist die bekannteste Tempelanlage der Stadt und befindet sich auf der oberen Halbinsel. Eines der Gebäude, „die Sim“ wurde bereits 1560 erbaut und ist ein rares Beispiel für die klassische laotische Baukunst. Die Dächer berühren fast den Boden und ein einzigartiges Mosaik, der Baum des Lebens, verziert die Rückwand des Gebäudes. Mehrere kleine Stupa und Kapellen stehen ebenso auf dem Gelände. Die Hor Dai Oha Sai-nyaat Kapelle, enthält einen seltenen liegenden Buddha, der eine gleichgültige Bewegung macht. Für uns war die Tempelanlage die schönste von Luang Prabang, daher war der Besuch die 20.000 Kip Eintritt wert.

Neben dem Königspalast befindet sich der Wat Mai Suwannaphumaham. Dieser Tempel fällt durch seine fünf Dachebenen auf und dem wunderschönen golden verzierten Eingang. 1796 wurde dieser erbaut und gilt als der größte von Luang Prabang. Viele Jahre war er der königliche Tempel und viele Würdenträger versammelten sich zu feierlichen Anlässen an diesem spirituellen Ort. Noch heute werden hier buddhistische Feierlichkeiten abgehalten und der Phra Bang Buddha zum Pi Fest hier ausgestellt und verehrt. Ein Eintritt in Höhe von 10.000 Kip werden am Haupteingang abverlangt. Benutzt einfach einen Eingang in einer Seitenstraße und ihr könnt diese umgehen.

In der Nähe des Le Banneton auf der Touristenstraße, findet ihr den Wat Sene. Dieser wurde im 18 Jh. erbaut mit hunderttausend Steinen aus dem Mekong Fluss, daraus wurde auch sein Name „Tempel der hunderttausend Schätze“ abgeleitet. Seine Erbauungsgeschichte klingt beeindruckender als der Tempel aussieht und ist einen kurzen, eintrittsfreien Abstecher wert.

Habt ihr noch nicht genug von den Tempeln könnt ihr euch den Wat Aham und den Wat Visoun ansehen. Der Wat Visoun wurde schon im 16. Jh. errichtet, aber durch die „Arme der schwarzen Flagge“ im Krieg zerstört. 1898 wurde er neu errichtet und beinhaltet alte langarmige Buddha-Figuren, aus anderen zerstörten Tempeln.

Daneben befindet sich der Wat Aham, der vor ca. 200 Jahren als buddhistischer Hauptsitz galt. Im inneren werden die Wände von alten Wandmalereine geziert, die aber schon am Verblassen sind.




Die Touristenstraße – TH Sisavangvong und das Flussufer

Die größte Straße der Halbinsel, an der sich der königliche Palast sowie einige sehr schöne Tempel befinden, erblüht im neuen Glanz und scheint eine kleine Stadt nur für Touristen zu sein. Restaurants und viele Hotels sowie Reiseagenturen und kleine Handarbeitsgeschäfte säumen das Straßenbild. Einheimische findet man fast nur in den Läden als Verkäufer. Das Straßenbild wird ansonsten von Touristen aus aller Welt geprägt. Für eine Stadt ungewöhnlich, sind die Hohen Palmen, die hinter den Gebäuden hervorlugen und der Straße einen kleinen Dschungelflair vermitteln. Ansonsten gibt es nichts besonderes auf dieser Straße.

Wer etwas mehr Ruhe und eine schöne Aussicht sucht, der sollte sich am Flussufer des Nam Kham aufhalten, so wie auch einige Mönche hier Abwechslung suchen. Die Uferpromenade beginnt mit einem kleinem, tropischen Park, von dem aus man den Zusammenfluss von Mekong und Nam Kham beobachten kann. Schöne Boutique Hotels und kleine Cafés zieren die andere Seite der Uferstraße. Früh morgens sieht man hier die Touristen entlangjoggen oder zu ihren Yogakursen gehen. Bekannt dafür und zum Relaxen ist das Restaurant und Café „Utopia“. Der Weg dorthin führt durch kleine Gassen und Häuser und ist einen Besuch wert, nicht nur wegen der Aussicht und der bequemen Liegeflächen, sondern auch wegen der extravaganten  Speisekarte und dem chilligen Flair. Hier merkt man nicht, dass man sich eigentlich in der zweitgrößten Stadt des Landes befindet. Auch das Nam Kham Ufer ansich wirkt eher dörflich und altertümlich. Eine kleine Holzbrücke, die zur Regenzeit jährlich weggespült zu werden scheint, verbindet das Festland und die darauf befindenden Hotels mit der Halbinsel der Stadt.

Nicht weniger schön ist das Flussufer des Mekong-River. Die schöne Promenade besitzt einige sehr schöne Häuser im französischen Stil. Die meisten davon sind heute Restaurants oder Hotels.

Wettlands von Luang Prabang

Diesen Abschnitt fügen wir nur ein, weil er auf den Touristenkarten der Stadt beschrieben steht. Der Wettlandwalkingway ist mehr oder weniger nur ein größerer, mit Seerosen übersäter Teich, in dem zwei Holzhäuser stehen. Falls ihr in Luang Prabang Langeweile haben solltet oder ihr euch in der Nähe befindet, dann könnt ihr einen 10 minütigen Abstecher machen, sonderlich sehenswert ist der Walkway jedoch nicht.

Die Märkte von Luang Prabang

Wie jede typische Stadt in Südostasien, besitzt auch Luang Prabang seine unterschiedlichen Märkte. Beginnend beim Morning Foodmarket, der sich in einer Zwischenstraße unterhalb der Touristeninformation befindet und parallel zur Touristenstraße verläuft, findet man allerlei „frische“ Sachen für Selbstversorger. Fleisch, Fisch, Algen, Obst und Gemüse werden in einer Vielzahl angeboten. Auch wenn ihr nichts kaufen möchtet, könnt ihr euch die „Köstlichkeiten“ wie lebende Frösche und riesige Fische ansehen und euch vom Treiben der Händler und Käufer mitreisen lassen.

Ab ca. 18 Uhr werdet ihr in Luang Prabang nicht umherkommen, den Night Market zu besuchen. Die Touristenstraße wird ab der Touristeninformation für den Verkehr gesperrt. Fleißige Händler bauen hier täglich ihre Ware auf. Silbernen Schmuck, Taschen, Kleider, Bilder etc. Hier wird dem Touristen alles angeboten.

In einer Seitenstraße, beginnend mit Obstverkäufern, findet ihr einen Überdachten Foodmarket. Für Reisende mit einem geringen Budget bzw. weil es einfach ein Muss ist die Landesspeisen auszuprobieren, findet ihr hier für 15.000 Kip mehrere vegetarische Buffets. Fleisch kostet extra. Das Angebot ist vielfältig, gut und bietet zu den überteuerten Restaurants eine sehr gute Alternative. Luang Prabang ist für seine Bratwürste bekannt. Probiert doch auch mal die „German Bratwurst oder Jagdwurst“ an einem kleinen Stand direkt am Anfang des Foodmarket oder die leckeren Kokospancakes!

Tagesausflug von Luang Prabang – Pak Ou Cave und Kuang Si Waterfall

Die Umgebung von Luang Prabang bietet einige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Angefangen von  Trekking, über Kayak und Bootstouren bis hin zum Besuch von Elefanten-Camps kannst du viele Aktivitäten durchführen. Wir beschränkten uns jedoch auf die beiden Hauptsehenswürdigkeiten, die Pak-Ou-Cave und den Kuang Si Waterfall. Zusätzlich wollten wir noch das Grab des Angkor-Wat Entdeckers Henri Mouhot besuchen und uns die Aussicht auf Luang Prabang vom Tempel Wat Pa Phon Phao anschauen. Unsere Tagestour starteten wir nach einem guten Frühstück gegen 9 Uhr morgens mit dem Moped. Die Leihgebühr betrug für 24 Stunden 100.000 Kip. Es war auch eine Leihe von 8 Stunden (80.000 Kip) bzw. 6 Stunden (60.000 Kip) möglich.




Die Pak Ou Cave bzw. Tham Ting Cave

Etwa 31 Kilometer nordöstlich von Luang Prabang und direkt am Mekong gelegen befindet sich die Pak Ou Cave. In manchen Reiseführern und Karten wird diese auch Tham Ting Cave genannt. Die Höhle kann mit dem Moped oder aber per Boot erreicht werden. Der Boot-Trip kostet 65.000 Kip pro Person und dauert ca. 1 Stunde pro Strecke. Wir entschieden uns ein Moped für 100.000 Kip zu leihen, da wir auch den Wasserfall Kuang Si noch am selben Tag besuchen wollten. Die Straßen sind, bis 10 Kilometer vor dem Ziel, gut, dann beginnt eine holprige Strecke, die nicht asphaltiert ist. Die Straße ist dennoch recht gut mit dem Motorrad zu passieren. Die letzten 10 Kilometer sind auch landschaftlich am sehenswertesten. Karstberge und der Mekong mit vielen kleinen Inseln zur Trockenzeit, werden dich begleiten. Da wir den Fluss schon so oft gesehen haben und es unserer Meinung nach auch schönere Landschaften am Mekong gab, waren wir nicht allzu begeistert. Die Berge sind schön, aber die graugrünen schimmernden Wälder wirkten krank, in der Trockenzeit. Auf dem letzten Teilstück befinden sich einige Elefanten-Camps. Also Augen auf, vielleicht seht ihr ja welche am Wegesrand.

Am Ende dieser holprigen 10 Kilometer langen Straße kommst du dann in ein Dorf. Gleich am Dorfeingang musst du dir ein Boot-Ticket zur Höhle kaufen (13.000 Kip pro Person) und Parkgebühren (5.000 Kip) zahlen. Die restlichen 500 Meter musst du zum Wasser laufen, dort wartet schon ein Bootsmann um dich in Empfang zu nehmen und auf die andere Seite des Flusses zur Pak-Ou-Höhle zu fahren. Du kannst schon von einiger Entfernung die weißen Treppen sehen, die zu den beiden Höhleneingängen führen. Der Eintritt für die Pak-Ou-Cave kostet 20.000 Kip pro Person.

Die Höhle ist seit einigen Jahrhunderten heilig für die Einheimischen. In beiden Höhlen findest du unzählige Buddha-Statuen. Es sollen mittlerweile über 4.000 Figuren sein. Die Anzahl ist stetig wachsend, da Einheimischen bei ihren Besuchen Buddha-Statuen mitbringen und diese dann dort abstellen.

Die Höhle ist weder groß noch eindrucksvoll. Bis auf die vielen Buddha-Statuen gab es nichts Interessantes zu sehen, daher würden wir dir eher von einem Besuch abraten.

Der Wasserfall Kuang Si

Der Wasserfall liegt ca. 25 Kilometer südlich von Luang Prabang. Nach unserem Höhlenbesuch in der Pak-Ou-Cave mussten wir also erst nach Luang Prabang zurück, wo wir uns mit einem Mittagessen stärkten. Anschließend ging es in Richtung Wasserfall. Die Natur überzeugte uns auch hier nicht vollends. Die Wälder wirkten wieder irgendwie krank. Auf der Strecke zum Wasserfall sahen wir dann komplette Waldstücke, die kein einziges Blatt trugen. Ob dies an der Trockenzeit liegt, konnten wir leider nicht rausfinden. Trotzdem findest du entlang der Straße immer wieder Aussichtspunkte, Tempel und kleine süße Dörfer.

Angekommen am Wasserfall mussten wir 20.000 Kip pro Person Eintritt bezahlen und 2.000 Kip Parkgebühren. Auf dem ca. 1 Kilometer langen Weg zum Wasserfall befindet sich noch ein Bear Rescue Center (Bärenschutzstation). Hier kannst du Braunbären bestaunen, die zum Schutz vor Wilderern in dieses Gehege gebracht wurden.

Der weitere Weg führte uns dann direkt zum Wasserfall. Dieser besitzt verschiedene Terrassen, in denen du auch teilweise Baden gehen kannst. Das kristallblaue Wasser lädt auch förmlich dazu ein, oder? Aber Eins können wir dir sagen, es ist richtig kalt in dem Wasser.

Erfrischt vom kühlen Nass kannst du die restlichen Stufen des Wasserfalls erkunden, bis du an der größten Stufe des Wasserfalls angekommen bist. Der weitere Weg führt dich über die Brücke zum Berggipfel, den höchsten Punkt des Wasserfalls. Diesen Weg brauchst du jedoch nicht zu gehen, da die Aussicht von ganz oben einfach nicht gegeben ist. Wir haben dir mal die beiden Aussichten von oben zur Verfügung gestellt, damit du selbst siehst, von was wir reden.

Nach dem Besuch des Wasserfalls fuhren wir gegen 16:30 Uhr wieder zurück nach Luang Prabang. Wer noch nicht genug vom Sightseeing hat und interessiert ist, dem bieten wir noch zwei Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Zentrums von Luang Prabang.

Das Grab von Henri Mouhot

Das Grab des (Wieder-)Entdeckers von Angkor Wat liegt ca. 7,5 km östlich vom Zentrum in Luang Prabang. Nach der Entdeckung von Angkor Wat 1850 ist Henri Mouhot weiter durch den Dschungel bis nach Luang Prabang gelaufen, um verlorene Tempel und Schätze zu entdecken. Der Naturforscher war damit der erste Europäer in der Königsstadt Luang Prabang, wo er 3 Monate lang verweilte. Sein Grab ist in der Nähe des Nam Khan Flusses  in einem dschungelartigen Waldstück gelegen. Hier im Schatten der Phou-Souwong Berge wurde er von unzähligen Mücken gestochen. Am 10. November 1861 schrieb er dann zum letzten Mal in sein Tagebuch: „Gott habe Erbarmen. Ich habe Fieber.“ Heute geht man davon aus, dass Henri Mouhot am 10. November 1861 an Malaria gestorben ist. Bevor es wieder in Richtung Hotel geht, solltest du einen Blick auf den Nam Kham Fluss mit seiner untergehenden Sonne werfen. Ein toller Anblick! Den Sonnenuntergang solltest du dennoch auf unserer nächsten und letzten Station unserer Tagestour anschauen.

Wat Pa Phon Phao

Der Tempel befindet sich auf dem Weg zurück ca. 3 Kilometer östlich vom Zentrum von Luang Prabang. Er bietet neben dem schönen Tempelgebäude auch eine super Aussicht für den Sonnenuntergang. Im Tempelinneren wird auf 5 Etagen die Geschichte von Buddha erzählt. Mit dieser wunderschönen Aussicht auf Luang Prabang beendeten wir unseren tollen Tagesausflug, fuhren zurück in unser Hotel und ließen den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen.

Anreise und Unterkunft

Wir sind von Vang Vieng nach Luang Prabang angereist. Der Mini-Van für 75.000 Kip, hat uns 9 Uhr direkt vom Hotel abgeholt. Die Fahrt dauerte 4 Stunden und war ein Auf- und Ab von Berggipfeln und Schlängelstraßen. Haltepunkt ist ein Mini-Van Bahnhof nur ein paar Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die TUK TUK Fahrer sind ziemlich frech und verlangen 50.000 Kip. Hier lohnt es sich zu Verhandeln und nicht mehr als 15.000 Kip pro Person zu zahlen.




Wer in Vientiane schon im Ali Hotel gewohnt hat, der wird zum Khammany Hotel in Luang Prabang verwiesen. Für 120 Kip die Nacht inkl. Frühstück, kann man nicht viel erwarten. Die Zimmer waren aber einigermaßen sauber, das Personal hilfsbereit und die Dachterrasse angenehm. Dennoch ist es ein Stück abgelegen vom Zentrum. Luang Prabang hat sehr viele gute Unterkünfte in jedem Preisrahmen. Wir empfehlen euch deshalb eine Unterkunft näher an der Touristenstraße oder am Flussufer zu suchen.

Fazit zu Luang Prabang

Luang Prabang ist ein Muss für jeden Touristen der sich in Laos befindet, auch wenn man hier das authentische Leben der Laoten nicht mehr vorfinden wird. Die besondere ruhige Atmosphäre lädt aber zum Verweilen und zum Entspannen ein.  Der Tagesausflug zu dem Wasserfall hat uns auch sehr gut gefallen. Wir können Luang Prabang jedem Laosbesucher sehr empfehlen.

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