Kambodscha

Kambodscha Länderportrait

Kambodscha: prachtvolle Tempel, stolz, arm, ländlich, zeitlos

Kambodscha erscheint wie ein Land das sich selbst verloren hat. Von 1975 bis 1979 wurde die Bevölkerung unter der Herrschaft Paul Pots und der roten Khmer umerzogen, jegliche kulturellen und religiösen Aspekte sowie ein Viertel der Bevölkerung ausgelöscht. Schreckliche Armut und Hungersnöte quellten die Menschen nach ihrer „Befreiung“ und das Land musste sich selbst neu finden und sucht seine Identität wahrscheinlich heute noch. Wie ein dunkler Schatten liegt die Vergangenheit über dem Land und in den Köpfen der Menschen. Grade in der Hauptstadt Phnom Penh wird man das an der misstrauischen Art der Menschen spüren. Umso mehr Respekt ist dem Land zu zollen, wenn man die bemerkenswerte Entwicklung zur westlichen Welt, in manchen Stätten wahrnimmt und die Freundlichkeit der Menschen in den Dörfern. Dennoch ist Kambodscha ein sehr armes Land mit einem großen Umweltverschmutzungsproblem. Überall liegt Plastik, Papier und Dosen, Papierkörbe existieren nur für Touristen und der Inhalt wird einfach verbrannt. Die sonstige Hygiene ist auch eher vernachlässigt und kulinarisch wartet das Land mit Delikatessen wie gebratene Ratte, Schnecken und Muscheln auf. Zur Zeit der Hungersnot, kam alles auf den Tisch was irgendwie essbar war. Trotzdem findet man als Tourist auch sehr gute Restaurants z.B. das „Friends“ in Phnom Penh und die Nationalspeise „Amok“, aus einem Curry mit Kokosmilch, Ei, Fisch, sehr zu empfehlen. Auch für Vegetarier wird immer eine fleischfreie Variante angeboten (Fischsoße muss man hingegen akzeptieren).

Der Theravada-Buddhismus ist die Staatsreligion und wird vom Großteil der Bevölkerung in Mischung mit einigen hinduistischen Auslegeformen, ausgeübt. Mönche sieht man hingegen seltener als in anderen Ländern. Vielleicht noch eine Folge der Tempelzerstörung und Gefangennahme von Mönchen zur Zeit der Roten Khmer.

Geografisch wird das Land von Thailand, Laos und Vietnam umgeben. Der Mekong durchzieht das Land von Laos bis Vietnam und ist für die Menschen Grundlage der Fischerei und Landwirtschaft. Besonders im Norden, ab Kratie, wurde zum Schutz der seltenen Irrawady -Delfine ein Mekong Schutzgebiet errichtet. Den Beitrag dazu findest du hier. Im Nordwesten findet man die grünen, hügeligen Provinzen Ratanakiri und Mondulkiri. Das Zentralkambodscha profitiert hingegen von der überschwemmten Landschaft durch den Mekong, nach der Regenzeit und zeigt sich mit fruchtbaren Boden und grüner Natur. Hier lebt auch die Mehrheit der Bevölkerung, 80 % davon auf ländlichen Gebieten. Das südwestliche Kardamon- und Elefantengebirge schließt bis zum Sandsteinmassiv der thailändischen Grenze im Nordwesten auf. Am größten See, Tonle Sap, des Landes befindet sich auch die Hauptattraktion und der Nationalstolz Kambodschas: Das Tempelkönigreich Angkor Wat in Siem Reap.  Der Süden hingegen verzaubert mit einer fantastischen Inselwelt Koh Krong und Koh Krong Sanloem, bei denen selbst Thailand in Konkurrenzdruck verfällt.

Highlights

Angkor Wat   Ι  Koh Rong Sanloem  Ι  Koh Rong

Sicherheit

Wir haben Kambodscha als ein relativ sicheres Land kennengelernt. Diebstähle gehören jedoch fast zur Tagesordnung. Oftmals werden Handtaschen und Kameras von vorbeifahrenden Motorräder entrissen. Wir haben aber persönlich keinen Vorfall gehabt oder gesehen.

Sprache

Die Landessprache ist die Khmer-Sprache. Viele Khmer sprechen aber auch Englisch.

Visa für Deutsche

Das Visa bekommt man direkt an der Grenze (Airport). Man erhält ein Visa für einen Monat (USD 25). Bitte aufgepasst, wenn ihr im Februar einreist, dann bekommt ihr keine 30 Tage Visa, sondern nur 28 Tage.

Währung

Im Kambodscha wird eigentlich alles mit USD bezahlt. Einen aktuellen Umrechnungskurs findet ihr bei OANDA. Die Landeswährung ist der Kambodschanische Riel (R) erhälst du meist nur durch Wechselgeld.

Wetter und Reisezeit

Die beste Reisezeit ist vonNovember bis März. Das Wetter ist relativ „kühl“ und trocken. Die 30 Grad Celcius werden nur selten überschritten. Die Regensaison geht von Juli  bis September. Bei durchschnittlich nur 1-2 Std. Monsunregen je Tag ist diese Zeit auch noch zu empfehlen, da du in dieser Zeit alles in voller Blüte vorfindest.Weniger empfehlenswert ist die Reisezeit von April bis Mai. Hier sind die Temperaturen mit fast 40 Grad Celsius einfach zu hoch fürs Sightseeing.

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