Yogyakarta (auch Yogya genannt) ist eine indonesische Stadt im Zentrum der Insel Java. Durch seine Universitäten bildet die Stadt das javanische Kultur- und Bildungszentrum. Die Stadt ist äußerst beliebt bei Backpackern und Touristen, da sich im Umkreis von Yogyakarta zwei Hauptattraktionen von Indonesien befinden. Die Tempelanlagen Borobudur und Prambanan gehören zum Pflichtprogramm für Touristen auf Java. Wir haben sowohl für Borobudur als auch für Prambanan gesonderte Reiseberichte verfasst. In diesem Artikel wollen wir euch Yogyakarta und seine Sehenswürdigkeiten vorstellen.




Am Anfang eures Aufenthaltes in Yogyakarta empfehlen wir euch einen Besuch der staatlichen Touristeninformation, um alle Informationen zu erhalten, die ihr vorher noch nicht erhalten konntet. Die Touristeninformation befindet sich auf der Malioboro Street in der Nähe vom Starbucks. Die Malioboro Street ist das Herz von Yogyakarta. Die Flaniermeile wird gleichermaßen von Touristen und Einheimischen zum Einkaufen genutzt. Entlang dieser Straße, die zum Sultanspalast führt, findest du Einkaufshäuser, Restaurants, Supermärkte und fast alle Sehenswürdigkeiten von Yogyakarta.

Die Sehenswürdigkeiten von Yogyakarta

Pasar Beringharjo (Markt)

Anreise/Einntritt: Etwa 400m von der Touristeninformation auf der Malioboro Street entfernt. Der Eintritt ist frei.

Ob Gewürze , Gemüse, Obst, Souvenirs oder Batik, auf diesem Markt findest du nahezu alles. Direkt an der Maliobori gelegen, kannst du auf dem Weg zum Sultanspalast dort gern einmal reinschauen. Uns kam der Markt eher wie ein Einkaufshaus vor.

Vredeburg Fort und Museum

Anreise/Eintritt:  Das Vredeburg Fort und Museum ist fußläufig (ca. 800m) entlang der Touristenstraße Malioboro zu erreichen. Der Eintritt in die ehemalige Festung kostet 10.000 IDR.

Das Fort und Museum Benteng Vredeburg war ehemals eine militärische Einrichtung. Sie wurde 1760 vom niederländischen Gouverneur beauftragt und 1787 als Fort Rustenburg fertiggestellt. Die Festung wurde dann 1867 bei einem Erdbeben zerstört. Später wurde sie wieder aufgebaut und umbenannt in Fort Vredeburg, was im Niederländischen Friedensburg bedeutet. In den frühen  1940er Jahren wurde Java von den Japanern besetzt und die Burg als deren Kommandostand und Kriegsgefängnis genutzt. Nachdem die Japaner 1945 im zweiten Weltkrieg besiegt wurden, übernahmen die indonesische Armee die Burg als Kommandostand und Gefängnis für Kommunisten. In dem 1992 eröffneten  Museum sind heute Objekte über den Kampf um die Unabhängigkeit Indonesiens ausgestellt.

Direkt neben dem Museum befindet sich noch das Monument Serangan Oemoem 1 Maret. Dieses Monument ist dem indonesischen Militär gewidmet, dass die Guerilla-Offensive gegen das Niederländische Militär am 1. März 1949 durchführte, um den Willen nach Unabhängigkeit und die Stärke des indonesischen Militärs der ganzen Welt zu demonstrieren.

Kraton – Der Sultanspalast

Anreise/Eintritt: Von der Touristeninformation etwa 1 Kilometer zu Fuß gehen. Es gibt zwei Eingänge, bei denen du jeweils Eintritt und Kameragebühren zahlen musst. Beim ersten (stadtnäheren) Eingang musst du 7.000 IDR pro Person und eine Kameragebühr von 2.000 IDR zahlen. Beim zweiten Eingang bei der Uhr sind es 15.000 IDR Eintritt und eine Kameraebühr von 1.000 IDR.

Der Sultanspalast wurde in zwei Bereiche unterteilt, bei denen du jeweils Eintritt bezahlen musst. Der erste Teil auf den du auf der Straße Jalan Trikora zuläufst, ist gelinde gesagt unspektakulär. Diesen Teil könnt ihr euch sparen, denn es gibt wirklich gar nix zu sehen. Das Gelände könnt ihr größtenteils von außen sehen und in den Häusern kann man nur die Kleidungen verschiedener Personen im Sultanspalast und die Kutschen des Sultans auf Bildern betrachten.

Wenn ihr dann an der rechten Seite etwas um den Palast herumlauft, werdet ihr eine Uhr sehen. Geht dort links herein und ihr findet den zweiten Eingang. Wir wollen nicht sagen, dass der zweite Teil sich lohnen würde, er ist aber sehenswerter als der erste Teil. In einigen Gebäuden werden Habseligkeiten der verschiedenen Sultane ausgestellt. Von Topflappen über Stühle bis hin zu Vasen oder deren Throne könnt ihr viele Dinge “bewundern”.




Taman Sari – Das Wasserschloss

Anreise/Eintritt: Das Wasserschloss liegt etwa 5-10 Gehminuten (650 Meter) vom Sultanspalast entfernt. Ihr könnt euch in der Anlage frei bewegen. Wenn ihr aber die Untergrund – Moschee und den Swimmingpool des Sultans sehen wollt, dann müsst ihr 15.000 IDR Eintritt zahlen.

Das etwa Mitte des 18. Jahrhundert erbaute Wasserschloss wurde 1995 auf die Liste der UNESCO Wektkulturerben gesetzt. Taman Sari bedeudet übersetzt duftender, wunderschöner Garten. Früher machten die wunderschönen Parkanlagen mit ihren Teichen und Quellen dem Namen alle Ehre. Heute könnt ihr leider nur noch auf den Spuren des früheren Lustschlosses des Sultans wandeln. Das Wasserschloss besteht nur noch aus den Überresten der des einstigen Prunkschlosses und zwischen den Ruinen hat sich ein kleines Dorf gebildet. Auch hier kannst du dich in den Prozess der Batik einführen lassen.

Die einzigen zwei interessanten Bereiche sind die unterirdische Moschee und das Wasserbecken (Swimmingpool) des Sultans. Beide Bereiche liegen etwas verteilt im Wasserschloss. Das Eintrittsticket für beide Sehenswürdigkeiten kostet 15.000 IDR. In den restlichen Bereichen zwischen den beiden Attraktionen des Taman Sari Wasserschloss könnt ihr euch auch ohne Eintrittsticket frei bewegen.

Yogyakarta – das Zentrum der Batik

Yogyakarta bildet das Zentrum der Batikkunst und hier kannst du die Prozesse der Batik kennenlernen. Batik ist eigentlich ein indonesisches Textilfärbeverfahren, was mittlerweile aber auch für das erschaffen von Bildern genutzt wird. Dabei wird eine Stelle der Kleidung (des Bildes) mit flüssigem Wachs bestrichen. Der Rest der Kleidung (des Bildes) wird eingefärbt, sodass nur die mit dem Wachs bestückte Stelle ihre Originalfarbe behält.

Leider wirst du überall auf der Straße angesprochen, vor allem auf der Malioboro Street, wenn du auf dem Weg zum Sultanspalast bist. Die Leute behaupten, dass der Kraton (Sultanspalast) gerade geschlossen sei und es keinen Sinn macht dorthin zu gehen. Stattdessen hast du Glück, wenn du dich beeilst, könntest du eine besondere Ausstellung von Batik bewundern, die nur noch an diesem Tag sei und bald schließt. Natürlich benutzen diese Männer die Ausreden nur um die Provision für dich zu kassieren, wenn sie dich in einen Batik-Shop bringen. Nach der interessanten Vorführung ist es natürlich erwünscht auch Batik-Malereien käuflich zu erwerben.

Was du noch über Yoyakarta wissen solltest

  • Bier/Alkohol könnt ihr in Yogyakarta nicht im Supermarkt kaufen. Nur wenige Touristenbars verkaufen Alkohol.
  • Wer gut und günstig vegetarisch essen gehen möchte, dem können wir das Fortunate Café (Jalan Jogonegaran No. 49) empfehlen. Mit sehr gut schmeckenden Speisen zwischen 20.000 und 28.000 IDR kann man sich hier den Bauch richtig vollschlagen

Anreise

Wir sind aus Jakarta mit dem Zug angereist. Für die 8-stündige Fahrt haben wir pro Person 175.000 IDR bezahlt. Der Preis bezieht sich auf die günstigste Klasse. Unser Abfahrtsbahnhof in Jakarta war Pasar Senen, denn wir wollten unbedingt am Bahnhof Lempuyangan in Jakarta ankommen, da unser Hotel in der Nähe dieser Zugstation war. Eine zweite Möglichkeit von Jakarta nach Yogyakarta zu kommen ist die Zugverbindung von der Gambir Station in Jakarta zum Bahnhof Stasiun Tugu Yogyakarta. Hier verkehren auch schnellere Züge.

Ganz gleich wohin ihr in Indonesien mit dem Zug fahren wollt, schaut mal bei Tiket.com vorbei. Hier kannst du dir einfach die Zugstrecken raussuchen und die Tickets buchen. Wir haben unsere Zugfahrten immer über dieses Buchungsportal gebucht und gute Erfahrungen gemacht. In den Zugfahrten integriert ist ein Freigepäck von 20 Kilogramm pro Passagier. Für Übergewicht mussten wir 2.000 IDR pro Kilogramm bezahlen. Das einzige was man beachten muss, ist dass die Buchungsbestätigung von Tiket.com noch in die normalen Zugtickets getauscht werden muss. Dazu findet ihr am Bahnhof Automaten, an denen ihr den Strichcode der Buchungsbestätigung abscannt und schon kommen die Tickets aus dem Automaten. Das ganze dauert nur wenige Sekunden und kann direkt vor der Fahrt gemacht werden.

Unterkunft

In Yogyakarta haben können wir euch ein richtig gutes Hotel empfehlen. Wir haben dort im Tegal Panggung Inn übernachtet (Jalan Tegal Panggung No. 39). Bei Booking.com hatten wir ein Angebot von 22,50 Euro pro Nacht in einem geräumigen Doppelzimmer mit eigenem tollen Bad. Inklusive im Preis war ein gutes Früchtück mit Toast, Früchten, Reis, gebratenen Nudeln und frischgepressten Mangosaft.




Weiterfahrt

Von Yogyakarta sind wir wiederum mit dem Zug nach Pobolinggo gefahren. Das Zugticket für die 9-stündige Reise kostete 100.000 IDR pro Person. Wir schlugen in Probolinggo unser Lager auf, um den 43 Kilometer entfernten Mount Bromo zu besuchen.Ihr könnt aber auch nach Cemoro Lawang weiterfahren. Mini-Busse fahren vom Busbahnhof aus 1,5 Stunden nach Cemoro Lawang (ca. 35.000 IDR). Aber Vorsicht! Die Fahrer vorm dem Bahnhof fordern erheblich mehr. Es ist keine schlechte Idee zum Busbahnhof zu laufen und dort nach den Preisen zu fragen.
Alternativ fährt auch von Yogyakarta ein Mini-Bus direkt nach Cemoro Lawang. Der Bus fährt morgen 8 Uhr und kann in der Touristeninformation gebucht werden. Die Kosten für due 12-stündige Fahrt betragen 190.000 IDR.

Fazit zu Yogyakarta

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt Yogyakarta wären für keine Reise wert.Dazu hat die Stadt nicht wirklich etwas besonderes zu bieten. Die meisten Touristen kommen sowieso nur nach Yogyakarta um die beiden Tempel Borobudur und Prambanan zu besuchen. Um diese beiden Tempel soll es in den nächsten Beiträgen gehen.

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