Auf Reisen sieht man viele außergewöhnliche Plätze und Attraktionen. Wenn dann noch der Seltenheitsfaktor hinzukommt, wird das Erlebnis unvergesslich. So erging es uns bei unserem als wir die weltgrößte Aufzuchtsstation für Pandabären in Chengdu besuchten. Für diese Tiere lohnt es sich in deiner Chinaeise ein bis zwei Tage mehr einzuplanen und die vom Aussterben bedrohte Tierart in natura und ohne Käfig zu sehen.



Die Aufzuchtstation für Pandabären in Chengdu

Im Jahr 1987 mit sechs Tieren aus der Umgebung begonnen, besitzt die Aufzuchtstation mittlerweile über 120 Tiere. Weltweit existieren nur noch ca. 1800 Pandas. Ihr natürlicher Lebensraum ist China. Außer in auserwählten Zoos leben sie nirgendwo anders auf der Welt. Wusstet ihr eigentlich, dass jeder Pandabär der Welt den Chinesen gehört? Selbst wenn in einem anderen Zoo zwei Pandabären Nachwuchs bekommen, so gehört das Panda-Baby automatisch China. Durch die Vernichtung der Bambuswälder zerstört der Mensch auch die Hauptnahrungsquelle der Tiere. Etwa 10 bis 40 kg Bambus vertilgt ein Panda pro Tag. Dabei ist der Panda 10 bis 17 Stunden am Tag mit Futtersuche und Essen beschäftigt, die restliche der Zeit schläft der Pandabär.

In Chengdu im Herzen von China dreht sich alles um die Pandabären. Wenn ihr an der U-Bahnstation der Aufzuchtstation aussteigt, seht ihr schon die ersten Hinweise, dass ihr richtig seid. Das Eingangstor der Aufzuchtstation ist ebenfalls im Pandabären-Design erbaut und im Park selbst befinden sich viele Panda-Figuren.

Unsere Erlebnisse bei den einzelnen Gehegen der Pandabären in Chengdu

Gehege 1 der Pandabären in Chengdu

Als wir in der Aufzuchtstation angekommen sind, warteten viele auf den kleinen Bus Shuttelbus zu den einzelnen Pandastationen. Schneller und vor allem bevor die ganzen Massen anstürmen ist man zu Fuß. Unser erster Stopp war das erste Gehege. Im Pandahaus 1 waren ausgewachsene Pandas zu sehen. Das Gehege 1 der Pandabären wurde unterteilt, da es vorkommen kann, dass ältere Pandas aggressiv gegeneinander sind. Während im ersten Teil des Geheges nur ein trinkender Panda hinter Büschen zu sehen war, ging es hinter der Abtrennung rund. Dort waren vier jüngere, aktive Männchen zu beobachten. Sie boten den Gästen eine Showeinlage. Sie tollten herum und spielten miteinander solange bis ein Pandabär von einer Art Hochsitz ca. 1,50m tief herunterfiel und aber anschließend wurde wieder gekuschelt.

Gehege 2 der Pandabären in Chengdu

Das zweite Gehege der Pandabären gefiel uns ebenfalls sehr gut, weil hier die Pandabären mittleren Alters sich am Bambus vollfraßen. Es war so drollig die Pandas so glücklich in ihrem Wald-Gehege zu sehen. Bei der Schönheit der Tiere fehlten uns die Worte. Der lustigste bzw. gemütlichste war der Pandabär im Baum, der auf seinem Ast relaxte und schlief.

Und was machte unser Pandabär im Baum, als wir uns zum nächsten Gehege begeben wollten? Dieser erwachte, drehte sich zu uns und schaute uns ungläubig an. Zum Abschluss winkte er uns aber höflich hinterher.

Gehege 3 der Pandabären in Chengdu

Im dritten Gehege der Pandabären sahen wir die schwarzweißen Pandas mit hängendem Pfoten, die eine oder mehrere Stunden Pause vom anstrengenden Frühstück brauchten. Etwas weiter hinten im Gehege fanden wir dann doch noch einen aktiven Panda, der immer noch das Frühstück zu sich nahm. Dieser Park ist ein richtig tolles Erlebnis für Klein und Groß. Aber es sollte noch besser werden.




Gehege der roten Pandabären

Der Bereich der kleinen roten Pandabären war für uns etwas ganz besonderes, denn wir hatten in unserem Leben noch nie rote Pandabären gesehen. Mit buschigen Schwänzen und rotbraunschimmerten Fell, huschten die kleinen flinken Katzenähnlichen Wesen durch die Wäldchen und machten nur Stopp, um ihr leckeres Fressen zu schnappern. Ein lustiges Vergnügen ihnen zuzusehen!

Aufzuchtstation für Pandabären-Babys

Die Paarungszeit der Pandas ist von März bis Mai, ab Juli könnt ihr in der Pandabären-Aufzuchtstation auch jüngere, kleine Pandas beobachten. Um die ganz kleinen Pandas zu sehen, müsst ihr etwas Gelduld mitbringen, denn es bilden sich teilweise lange Menschenschlangen um die Jungen Pandabären zu sehen. Wir hatten wieder einmal Glück, bei unserem Besuch war ein wenige Tage altes Pandabären-Baby in einer Art Brutkasten zu sehen sowie zwei ganz junge Pandabären.

Das weitere Gelände der Aufzuchtstation für Pandabären in Chengdu

Im Gelände der Anlage sind noch weitere Gebäude zu finden, die besucht werden können. Eine Pandabärenkrankenstation gibt z.B. Aufschluss über die verschiedenen Krankheiten, die der Panda bekommen kann und über seine natürlichen Feinde. Hier konnten wir auch Panda-Embryos und Krankheitskeime in Reagenzgläsern anschauen. Für die Ernährung der Pandas ist die Pandaküche zuständig. Pandas fräßen zwar Unmengen an Bambus, aber da dieser keinen hohen Nährstoffgehalt besitzt, werden biologisch angepflanzte Pflanzenzusätze verabreicht. Ingwer, Karotte und Heilkräuter stehen somit ebenso auf dem Speiseplan der Pandabären. Ab und zu werden sie sogar zum Fleischfresser und finden ihre Proteinquelle in Insekten. Na dann, guten Appetit!

An- und Abreise

Ihr könnt entweder eine Tour direkt in eurem Hotel für etwa 130 CNY buchen (inkl. Guide) oder nur etwa die Hälfte zahlen, wenn ihr die Panda-Aufzuchtstation auf eigene Faust besucht. Mit der neuen Metro 3 gelangt ihr zur Haltestelle Panda Avenue. Am Ausgang A erwarten euch kostenlose Shuttelbuse zum Eingang der Attraktion. Die Tickets werden bereits im Shuttelbus verkauft. Den Eintritt in Höhe von 53 CNY fanden wir für die Pandas vollkommen in Ordnung. Pandas sind am Morgen am aktivsten und die Fütterung findet ebenfalls bis 9 Uhr statt. Aus diesem Grund solltet ihr die erste Metro gegen 7 Uhr nehmen, um die Pandas beim Spielen und Fressen beobachten zu können. Nach 4 Stunden Aufenthalt bei den Pandas, ging es dann mit dem Bus zurück in die Stadt. Für 10 Yuan pro Person fuhr direkt vor der Aufzuchtstation ein Bus zu verschiedenen Haltestellen in der Stadt ab.




Fazit zur Aufzuchtstation für Pandabären in Chengdu

Es war ein wundervolles Erlebnis die Pandas beim Spielen, Kuscheln und Freßen zu beobachten. Der Ausflug war für uns definitiv eine Highlight in China. Wir hoffen sehr, dass sich ihre Population weiterhin vermehrt und man sie eines Tages wieder in ihrer natürlichen Umgebung vermehrt vorfindet. Das allein liegt aber in der Hand der Chinesen und ihrem Bewusstsein für die Natur und Lebewesen. Weitere Informationen zur Pandaaufzuchtstation in Chengdu findest du hier. Die Pandaaufzuchtstation in Chengdu war ein ganz tolles Erlebnis und zu unserer Erleichterung können wir auch sagen, dass sie die Pandabären gut behandelt werden.

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