Wenn es in den Städten von Südvietnam zu hektisch wird und die Sonne unerträglich, dann begeben sich die Südvietnamesen nach Vung Tau – einer Halbinsel, die vom Meer umringt wird.  Das kleine „Rio de Vung Tau“ wird von den Einheimischen an den Wochenenden immer gern für einen Kurzurlaub genutzt. Das Symbol der Stadt, eine weiße Jesusstatue auf dem Berg, überragt das Original in Rio de Janeiro sogar um 6 Meter und ist somit die größte Jesusstatue der Welt. Sehr viel mehr hat Vung Tau mit der Copacabana aber nicht gemein. Unzählige Bars, Restaurants, Shops und Hotels haben sich in der 240.000 Einwohnerstadt niedergelassen. Vung Tau ist aber mittlerweile nicht nur eine Strandstadt zum Relaxen, sondern besitzt eine Art vietnamesisches Disneyland – den Ho May Park. Um auch diese Seite von Vietnam zu entdecken, haben wir uns auf eigene Faust nach Vung Tau aufgemacht.

Anreise mit dem Speedboot

Vom Mien-Dong-Busbahnhof in Saigon fährt täglich zwischen 6 und 19 Uhr ein Minibus zur Halbinsel Vung Tau (ca. 50.000 VND), der etwa 2,5 – 3 Stunden benötigt. Wir entschieden uns hingegen für die Fahrt auf dem Wasser. Am Hafen wählten wir den Speedbootanbieter „Greenline“ für die Hinfahrt. 200.000 VND kostet ein One Way Ticket, dafür erreicht man Vung Tau aber innerhalb von ca. 80 Minuten. Eine kostengünstigere Alternative gibt es mit dem Slowboat natürlich auch (ca. 80.000 VND, Fahrtzeit 2 Std.).




Das kleine Schnellboot war sehr komfortabel. Leider hat bei uns das Wetter nicht ganz so mitgespielt. Dies ergab aber manchmal einen tollen Anblick, da man nicht wusste wo das Wasser aufhört und der Himmel anfängt. Saigon vom Wasser aus zu betrachten war sehr angenehm. Wir sausten durch die bekannte Phu My Brücke, die größte Brücke Saigons und sahen langsam die Stadt hinter uns verschwinden. Die Boote auf dem Wasser wurden weniger und die Wälder immer grüner. Dann tauchte Vung Tau mit seinen ersten Hotelhochbauten vor grünen Hügeln vor uns auf.

Mit dem Cable Car zum Ho May Park

Angekommen an dem kleinen Hafen von Vung Tau fanden wir in unmittelbarer Nähe eine Seilbahnstation, die auf den höchsten Berg der Halbinsel führt. Zu unserer Überraschung befand sich auf den Berg ein Freizeitpark. Für 300.000 VND konnte man mit der Seilbahn zu diesem Park gelangen, der verschiedene Aktivitäten anbot, die alle im Eintrittspreis enthalten sind. Von der Seilbahn besaßen wir einen sehr schönen Blick auf Vung Tau und den umliegenden Fluss, der vom Himmel verschlungen zu sein schien.

Auf dem Berg angelangt konnten wir entscheiden, ob wir die 50 ha große Fläche mit einem kostenlosen zugähnlichen Transportmobil erkunden wollen oder zu Fuß. Wir entschieden uns für den Spaziergang, um die herrliche Aussicht genießen zu können. An jeder Ecke war etwas Neues zu entdecken. So gab es einen kleinen Tierpark, einen kleinen Wasserfall und Schwanenboote,  mit Heiligen verzierte Höhleneingänge, einen großen, lachenden weißen Buddha und kleine Tempelanlagen. Weiter kann man im Ho May Park kostenlos Pferdereiten, Wasserbahnen und Sommerrodelbahn fahren. Für letztere entschieden wir uns. Leider war diese mit einer langen Wartezeit verbunden und die Strecke mit einer Fahrtdauer von ca. 1 Minute extrem kurz.

Spaß hat auch das Ziplining gemacht, dass mit einer sehr schönen Aussicht verbunden war. Wir hätten den ganzen Tag im Ho May Park verbringen können, wollten uns aber noch den Strand von Vung Tau ansehen und eine kleine Abkühlung im Meer genießen. Mehr Informationen bietet die Webseite des Ho May Parks.

Der Strand von Vung Tau

Vung Tau besitzt drei Strände, den Mulberry-Strand, den Front Beach und den Back Beach. Der Mulberry-Strand gilt als schön, liegt aber 2 km außerhalb der Stadt, der Front Beach ist eher ein kleiner Stadtstrand aber der Back Beach auf der Rückseite der Halbinsel gilt als der beste Badestrand. So machten auch wir uns per Taxi auf den Weg zu diesem Strand. Das Wetter war zwar immer noch nicht besonders schön, aber zumindest es war warm. Es tummelten sich hunderte von Menschen im Sand und im Wasser, die meisten waren Vietnamesen, die ihren Kurzurlaub am Meer sichtlich genossen. Wir empfanden den Strand nicht als sonderlich ansprechend. Der Sand war grob und das Wasser nicht sonderlich sauber, aber für eine Abkühlung war er gut genug.

Strandpromenade von Vung Tau

Auf dem Rückweg mit dem Taxi, beschlossen wir an der Strandpromenade noch etwas spazieren zu gehen. Wir entdeckten einen kleinen Park mit vielen Blumen und fantasievollen Girlanden, die das Jahr des Hahnes (chinesisches Neujahr) einleiteten. Wie überall in Vietnam existieren auch auf der Urlaubshalbinsel genügend Motorräder. Kurz bevor wir uns auf den Rückweg mit dem Bus nach Saigon aufmachten, genossen wir noch den friedlichen Sonnenuntergang über dem Meer. Wir raten euch den Bus schon im Laufe des Tages bei der Seilbahnstation im Voraus zu reservierten.




Fazit zu Vung Tau

Wenn ihr nicht gerade mit Kindern reist, dann ist Vung Tau für westliche Touristen nicht unbedingt ein Ort, den es lohnt anzuschauen. Die Strandstadt ist nur auf vietnamesische Kurzurlauber mit Kindern ausgerichtet. Auch die Strände sind die Anreise nicht wert, dafür sollte man lieber zwei Stunden mehr Bus fahren und seinen Strandurlaub in Mui Ne verbringen. Für uns ist Vung Tau deswegen kein Musst See in Vietnam.

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