Ein Tagesausflug ist die beste Möglichkeit die Umgebung von Chiang Mai zu erkunden. Und es lohnt sich! In diesem Reisebeitrag möchten wir dir drei Tagesausflüge vorstellen, die du in Chiang Mai unternehmen solltest. Es handelt sich dabei um einen Tagesausflug in den Doi Suthep Nationalpark, einen Ausflug zum weißen Tempel bei Chiang Rai und einen Ausflug in den Doi-Inthanon-Nationalpark.

Ausflug in den Doi Suthep Nationalpark

Den nachfolgend vorgestellten Tagesausflug empfehlen wir dir auf eigene Faust zu machen. Du kannst dir in Thailand ohne Probleme einen Motorroller mieten. Selbst einen Führerschein wollte niemand sehen. In Chiang Mai ist es auch nicht schwer zu fahren, da der Verkehr nicht so wild wie in anderen Teilen von Thailand ist. Die Kosten für das Ausleihen eines Motorrollers sind mit 150-200 BHT auch recht überschaubar. Wenn die Möglichkeit besteht, nimmt einen stärker motorisierten Roller (mittleres Modell ist ausreichend), da die Strecke sehr bergig ist. Hast du den Roller gemietet kann es auch schon losgehen. Das erste Ziel auf deiner Strecke ist der Wasserfall Huai Kaeo Waterfall.




Huai Kaeo Waterfall

Direkt vor den Toren Chiang Mais, befindet sich der Doi Suthep Nationalpark. Die im Nationalpark befindlichen Thanon Thong Berge sind Ausläufer des Himalaya. Mit über 300 Vogelarten, Kragenbären, asiatischen Goldkatzen, Wildschweinen, Makaken-Affen und seltenen Mandarin-Salamander besitzt der Park einen hohen Artenreichtum. Viele Touristen unternehmen einen Tagesausflug in das Gebiet, um Wanderungen zu unternehmen, die Tempelanlagen zu bestaunen, die Aussicht auf Chiang Mai zu genießen und die vielen Wasserfälle zu erkunden. Besonders schön fanden wir den Huai Kaeo Wasserfall, direkt am Nationalparkeingang. Dieser ist nicht besonders hoch, aber liegt von Wäldern umgeben und bietet einen idyllischen Eindruck. Läuft man den Pfad noch etwas weiter, erhält man zusätzlich noch einen guten Ausblick auf Chiang Mai. Weiter geht’s mit dem Motorroller, nächster Stopp ist das Highlight der Tour, der Doi Suthep Tempel.

Doi Suthep Tempel

15 km westlich vom Stadtzentrum im Nationalpark Doi Suthep, lieg das Wahrzeichen der Stadt: Der Doi Suthep Tempel. Am Fuße des Tempels befindet sich eine kleine aber sehr schöne Anlage mit einem goldenen Buddha. Ein Blick in diesen „Garten“ lohnt sich! Ein Tempeltor, das zu einer vielstufigen, ziegelsteinfarbigen Treppe führt, markiert den Eingang zum Doi Suthep Tempel. Die Treppe lässt von der weitläufigen Tempelanlage noch nicht viel erahnen, wirkt aber vor allem schon durch die bunten, glitzernden Drachen, die sich an dem Geländer herunterschlängeln, sehr imposant.

Auf dem Bergplato, werden als Eintritt 30 BHT pro Person verlangt. Die Tempelanlage ist in zwei Platos aufgebaut: das erste ist mit vielen Bäumen, Pflanzen, einem Meditationsgebäude und einer Aussichtsplattform ausgestattet, die zweite beherbergt den eigentlichen Tempel. Östlich des Besuchereinganges gelangt man zu einer großen Aussichtsplattform, von der man über Chiang Mai blicken kann– vermuten wir zumindest, bei uns war leider alles durch Nebel verdeckt. Gegenüber dem Haupteingang gelangt man anschließend in den zweiten Rang und ins Hauptgebäude. Besonders bekannt, wurde der Tempel durch seinen vergoldete Chedi im Innenhof des zweiten Platos, in der ein Reliquie des Buddha enthalten sein soll.

Angeblich brachte 1371 ein Mönch diese Reliquie aus weiter Ferne nach Chiang Mai. Diese teilte sich in zwei Hälften. Eine Hälfte blieb im Wat Suan Dok Tempel enthalten, die zweite Hälfte wurde auf einen weißen Elefanten gebunden. Der Elefant lief direkt zum heutigen Standpunkt der Chedi und der Tempel wurde errichtet. Wir fanden, dass die Tempelanlage eine der schönsten war, die wir in Thailand gesehen haben. Ein Besuch lohnt sich also. Ungefähr 4 km nach dem Doi Suthep Tempel gelangt man zur königichen Residenz, dem Bhuping Palace.




Bhuping Palace

In den Wintermonaten und zu besonderen Veranstaltungen, nutzt die königliche Familie ihre „kleine Residenz“ in Chiang Mai, erhoben auf einem Hügel mit Ausblick über die Stadt. 50 BHT Eintritt müssen gezahlt werden. Auf angemessene Kleidung achtet das Militär am Eingang. Notfalls kann man sich Hosen bzw. einen langen Rock kostenlos ausleihen. Auf einer Rundstraße erreicht man alle Sehenswürdigkeiten oder nimmt einen kleinen Abstecher durch den Rosengarten zum Teich. Vom eigentlichen Bhuping Palace sieht man nur eine Hausfrontansicht. Die dahinter befindliche Anlage bleibt dem Besucher verborgen. Teils im thailändischen, teils im westlichen Still, befinden sich auf der Anlage ebenso Unterkünfte für Staatsbesucher, Privathäuser der Königinmutter und der Prinzessin. Trotz des dichten Nebels, fanden wir die Anlage sehr schön. Überall blühen die seltenen Rosen und andere bunte Blumen und Pflanzen. Auch hier lohnt sich ein Besuch.

Ausflug zum weißen Tempel, schwarzen Tempel und zu den Karen Longneck

Für diesen Ausflug haben wir eine Tour gebucht, da uns die Strecke bis nach Chiang Rai zu weit war. Wir haben 1000 BHT für diesen Ausflug bezahlt. Gegen 7.45 Uhr wurden wir von unserem Hotel abgeholt und es ging in Richtung Chiang Rai. Nach einer 2,5-stündigen Fahrt in einem Mini-Van erreichten wir die Hot Springs – Thailands höchstgelegene heiße Quellen. Diese wurden in mehreren Brunnen für den Besucher zur Schau gestellt. Baden kann man in diesen Quellen nicht, aber in einem kleinen Garten können die Füße in fließendes heißes Wasser getaucht werden. Einen Extrabesuch, sind die Quellen nicht wert. Eher waren wir von dem alten Tempel nebenan angetan. Dieser altertümliche Bau erinnerte uns an die Bauweise von Angkor Wat.

Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt erreichten wir dann unser Tageshighligh:. Der weiße Tempel. Abgesehen von den Massen an Touristen, ist der Tempel ein beeindruckendes Bauwerk. Wer jedoch das Flair eines buddhistischen Tempels hier sucht, wird enttäuscht. Ein Künstler (Ajarn Chalermchai Kositpipat) entwickelte die Idee, den schönsten Tempel der Welt zu entwerfen und den Menschen die Schönheit der modernen thailändisch-buddhistischen Kunst zu zeigen.

Die Besucher sollen seine Kunst bewundern, ähnlich wie beim Besuch des Taj Mahals oder Angkor Wat. Ajarn Chalermchai und 60 weitere Künstler begannen die Anlage vor 18 Jahren zu entwerfen und zu bauen. Seitdem ist der weiße Tempel eine Touristenattraktion und ein beliebtes Fotomotiv. Besonders erstaunen die vielfältigen, detaillierten Verzierungen der Anlage und die Motivwahl, der Staturen und Bilder, die von Tot, Hölle und Wiedergeburt handeln.

Sehr skurril fanden wir die Superheldenfiguren, die ab und zu in die Anlage eingebettet waren. In einem Interview mit dem Künstler erklärte er, dass mit dem Abschluss des Tempelbaus wohl erst 60-90 Jahre nach seinem Tod zu rechnen ist. Weiterhin gab er an, dass er sich bei seinem Kunstwerk von niemandem beeinflussen lassen will und deshalb keine Spenden von Regierungsmitgliedern, Politikern oder Millionären annimmt, da diese zu viel Einfluss auf das Gebäude und die Vermarktung nehmen würden. Neben dem weißen Tempel sind noch weitere schöne Tempel zu besichtigen. Der Touristenandrang um die Mittagszeit ist enorm und 45 Minuten sind definitiv zu wenig Zeit die gesamte Tempelanlage zu erkunden.




Das Mittagessen im Foodcourt des weißen Tempels empfanden wir als gut und mit 80 BHT sehr günstig. In unserer Tour war das Mittagessen jedoch enthalten. Wer die Chance hat den Tempel auf eigene Faust zu besuchen, der sollte dies tun.

Etwa 21 km nördlich von Chang Rai befindet sich das Dorf der Long neck Karen Village. Häufig wird in Reportagen über das Schönheitsideal in Asien und besonders Myanmar berichtet: Frauen, die sich seit ihrer Kindheit den Hals mittels goldener Ringe strecken. In dem Dorf verkaufen die Frauen selbst hergestellten Schmuck und Tücher. Uns überraschte besonders die Freundlichkeit der Menschen. Trotz der Armut und der notdürftigen Behausung, waren die Menschen sehr nett und lebensfroh. Von den 200 BHT, die nicht im Tour Preis enthalten waren, werden die Frauen nichts erhalten haben. Diese sind dankbar, dass sie Gelegenheit besitzen, den Touristen ihre schöne Ware feil zu bieten.

Eine kurze Fahrt vom Stadtzentrum von Chiang Rai entfernt, liegt Baan Dam, auch als „Schwarzer Tempel“ bezeichnet. Ban Dam ist eine einzigartige Kreation des thailändischen Nationalkünstlers Thawan Duchanee. Teilweise Museum, Arbeitsstätte und Zuhause des Künstlers, ist Ban Dam ein Mix aus traditionellen nordthailändischen und modernen westlichen Gebäuden. Der Künstler verwendete für die Ausstattung der Gebäude sehr viele Skelette und Felle von Tieren, was uns nicht sonderlich begeistert hat. Ob die Anlage wirklich besichtigt werden muss, ist umstritten. Wer sich für Kunst interessiert, kann die skurrilen Werke des Künstlers vielleicht verstehen.

Nach dem Besuch endete dann das Sightseeing und wir wurden gegen 18.30 Uhr wieder bei unserem Hotel abgesetzt. Zwar waren wir müde und geschafft aber auch glücklich über die neu gewonnen Eindrücke des Tages, vor allem vom weißen Tempel und der Umgebung von Chiang Rai. Wir würden jeden diese Tour empfehlen, denn man bekommt neben dem weißen Tempel auch einen guten Einblick in die Umgebung von Chiang Rai. Unser Entschluss, nicht nach Chiang Rai zu reisen festigte sich, da die Stadt nicht mit Chiang Mai mithalten kann. Diese ist kleiner, besitzt nicht den Flair und ist nicht so modern. Die nähere Umgebung unterschied sich zudem von Chiang Mai nicht sonderlich, war vielleicht sogar nicht ganz so grün und ohne die schönen Nationalparks.




Ausflug zum Doi-Inthanon-Nationalpark

Für diesen Ausflug haben wir ebenfalls eine Tour für 800 BHT gebucht. Die Abholung von unserem Hotel erfolgte gegen 8.30 Uhr morgens. Wir fuhren zum Doi Inthanon Nationalpark. Der Eintritt war bei unserer Tour inklusive. Möchtest du den Park jedoch auf eigene Faust erkunden, ist eine Gebühr von 300 BHT pro Erwachsenen (für Kinder 150 BHT) und 30 BHT für ein Auto oder 20 BHT für dein Motorrad zu entrichten. Nach einer 2,5-stündigen Fahrt erreichten wir dann die beiden Zwillingspagoden im Doi Inthanon Nationalpark. Die Zwillingspagoden wurden von der thailändischen Royal Airforce mit Hilfe der Bevölkerung dem Königspaar gespendet. Jeweils zum 60. Geburtstag wurde dem ehemaligen König Bhumibol Adulyadej und der Königin Sirikit eine Pagode geschenkt.

Rund um die Pagoden befindet sich eine sehr schöne Parkanlage mit einer grandiosen Aussicht. Bei gutem Wetter hast du einen weiten Blick auf das umliegende Tal und die Berge. Die Gartenanlage mit seinen bunten Blumen und Sträuchern war sehr gepflegt. Leider waren die 45 min die wir dort gehabt haben viel zu kurz, wir hätten dort gern mehr Zeit verbracht. Daher empfehlen wir euch die Tour nicht geführt zu machen, sondern den Nationalpark und die Pagoden auf eigene Faust zu erkunden.

Die Pagoden befinden sich unterhalb des Gipfels des höchsten Berges in Thailand, der das nächste Ziel unserer Tour war. Auf dem Berggipfel in 2.565 m Höhe befindet sich eine aktive Radarstation. Diese wurde vor allem im Vietnam-Krieg verwendet. Die Thais waren mit dieser Station die ersten die wussten, wenn in Hanoi ein Flugzeug abgehoben war. Ansonsten ist der Besuch des höchsten Punktes von Thailand wenig spektakulär. Die Aussicht kann man wegen des umliegenden Dschungels nicht genießen. Ein riesengroßes, hölzernes Schild, wurde für die Besucher aufgestellt, als Hinweis auf die höchste Stelle in Thailand. Das lustige daran, dort wo das Schild steht ist definitiv nicht der höchste Punkt, den dieser ist neben dem Stupa in der die Asche des Königs Inthanon aufbewahrt wird. Er liebte diesen Berg und wurde dadurch zu seinem Namensgeber.

Im Anschluss besuchten wir noch kurz einen Hmong-Markt. Die Hmong sind ein indigenes Bergvolk in Südostasien. Auf diesem Markt konnte man Obst, Wein, Reis und Nüsse einkaufen. Übrigens, erst der bereits verstorbene König Bhumibol Adulyadej wusste die Bergvölker zu überzeugen, statt Opium, Obst und Reis anzubauen. Also entschlossen wir uns etwas Obst zu kaufen um die Bergvölker zu unterstützen, obwohl die Preise für unseren Geschmack etwas überteuert waren, war das Obst aber sehr wohlschmeckend!

Nach dem Mittagessen (inklusive) fuhren wir gestärkt zum ersten Wasserfall. Der Sirithan Waterfall ist nicht sonderlich groß oder spektakulär. Vom Parkplatz war es nur ein ca. 100 m langer Weg hinab und es wurde auch kein Eintritt verlangt. Wenn ihr also in der Nähe seid und noch Zeit habt, lohnt sich ein kurzer Blick. Den weitaus schöneren und größeren Wasserfall besuchten wir im Anschluss. Der Wachirathan Waterfall lockt mehr Touristen an. Auf insgesamt drei Plattformen in verschiedenen Höhen kann der Wasserfall bestaunt werden. Auch hier ist der Eintritt wieder frei.




Zum Abschluss unseres Tour-Programmes fuhren wir noch in ein Bergdorf. Die hier lebenden Einwohner, die „Karen“, zählen zu den südostasiatischen Bergvölkern, die von der Militärdiktatur in Myanmar verfolgt werden und vermehrt nach Thailand flüchten. Nach einem kleinen „Sightseeing“ in dem Dorf genossen wir noch einen selbstangebauten Kaffee und ließen den erlebten Tag noch einmal Revue passieren.

Das Hotel erreichten wir ca. gegen 17 Uhr. Wir haben 1.000 BHT für diesen Tagesausflug bezahlt. Bei schönem Wetter, lohnt sich eine Tour mit Wanderung in dem schönen Nationalpark, die allerdings 500 BHT mehr kostet. Ziel der Wanderung ist eine weitere Aussichtsplattform.

Fazit Tagesausflüge

Die beiden Tagesausflüge zum weißen Tempel und in den Inthanon Nationalpark mit Mingta Travel können wir sehr empfehlen. Aber wie immer ist es besser diese Ausflüge mit einem eigenen Fahrzeug zu machen, da man sich die Zeit und die Sehenswürdigkeiten besser einteilen kann. Wir hatten jedoch wenig Zeit bei unserem Besuch in Chiang Mai, um die genauen Details solcher Touren selbst herauszuarbeiten, deshalb weisen wir darauf hin, lieber mehr Zeit in Chiang Mai einzuplanen und die Umgebung zu erkunden.

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