In Bangkok haben wir zwei Ausflüge gemacht, die wir euch gern vorstellen würden. Zum einen handelt es sich dabei um einen Tagesausflug in die historische ehemalige Hauptstadt Ayutthaya und zum anderen haben wir den Damnoen Saduak Floating Market besucht, der wohl der berühmteste schwimmende Markt in Bangkok ist. Viel Spaß mit dem Artikel!

Ayutthaya – die alte Königsstadt

Die UNESCO-Welterbestätte und ehemalige thailändische Hauptstadt Ayutthaya, ist das genaue Gegenstück zu Bangkok: ruhig, grün, weit, altertümlich und mysteriös. Wer eine kleine Pause aus dem ganzen Trubel von Bangkok benötigt, findet in Ayutthaya genau den richtigen Ort dafür. Die alte Hauptstadt liegt inmitten einer kleinen Insel, die durch den Zusammenfluss des Mae Nam Lopburi, den Pa Sak und Chao Phraya entstanden ist. Ca. 1350 erbaut mauserte sich das damalige Königreich zu einem wohlhabenden, bekannten Reich in Südostasien. 33 Könige regiert in der prächtigen Stadt, bevor sie 1767 durch den Krieg mit den Birmanen teils zerstört und geplündert wurde. Nachfolgend möchten wir euch die sehenswertesten Tempel der alten Königsstadt vorstellen:




Der Wat Chai Wattanaram liegt im Südwesten des Tempelbezirkes und ist wohl der beeindruckteste Tempel der ganzen Anlage. Über den Fluss gelangt man durch eine große Brücke. Mit seinen 35 m hohen „prang“ (Zentralturm) hat er uns an Angkor Wat erinnert. Der 1630 erbaute Tempel diente als Krönungshalle und ist noch recht gut erhalten. Im Inneren befindet sich eine kleine Miniaturnachbildung des früheren, unzerstörten Tempels. Die schönsten Bilder entstehen, wenn ihr den Tempel bei Sonnenunter- oder Sonnenaufgang fotografiert.

Der Wat Phra Si Sanphet, der alte Königpalast, ist der „Vorfahre“ des Wat Phra Kaew (Tempel des Smaragdbuddha Buddha) in Bangkok und somit der eigentliche Königspalast der damaligen Zeit. Dieser wurde nur für königliche Zwecke und nicht für religiöse Zeremonien benutzt. Die drei Chedis (kleine Tempel mit Spitze oder Pavillons) wurden wieder restauriert, von dem Hauptgebäude kann man leider nur noch die Umrisse erkennen. In den Chedis sollten sich früher die Fußabdrücke Buddhas befunden haben.

Der Wat Lokayasutha, auch der Tempel des ruhenden Buddhas genannt befindet westlich sich des alten Königspalastes. Er beherbergte ehemals den großen liegenden Buddha, der eines der bekanntesten Objekte in Ayutthaya ist. Mit 42 Metern Länge und 8 Metern Höhe ist es sogar schwer ihn mit der Kamera gänzlich einzufangen. Aus Ziegelsteinen und Mörtel bestehend, stützt sich der Buddha mit seiner rechten Hand ab und wird von vier Lotusblüten gehalten. Hinter der Statur kann man noch Überreste der Tempelanlage erkennen, in die der Buddha früher eingebettet war.




Im Zentrum des Areals befindet sich der Wat Mahathat, der königliche Tempel. Früher beherbergt der Tempel Reliquien des Buddha und war die Residenz des höchsten geistigen Würdenträgers. Die Anlage wurde leider durch den Angriff der Birmesen nicht verschont, aber trotzdem kann man die vergangene Schönheit des Tempels noch erahnen.

Etwas weiter abseits gelegen, zwischen der Flussmündung des Chao Phraya und des Khong Ku Muang ist der Wat Phukhao Thong auf jeden Fall einen Abstecher wert. Von dem 80 Meter hohe Turm hat man eine gute Aussicht auf die umliegende Umgebung. Schon bei der Fahrt zu dem Tempel waren wir von der schönen Parkanlage begeistert. Leider sah es so aus, als ob hier viele Touristen erwartet wurden, der Tourismusstrom aber ausgeblieben ist. Wer keine Platzangst hat, sollte sich durch die kleine Tür trauen, die in einen schmalen Raum ins Innere des Tempels führt. Hinter einer Glasfassade befinden sich viele kleine Buddha-Statuen und Blumen.

Die alte Ruinen Stadt liegt 76 km nördlich von Bangkok und ist mit dem Zug ab der Hua Lamphong Railway Sation oder von dem Busterminal an der Kamphaeng Phet II Road innerhalb von 1,5 Stunden zu erreichen. Wir haben einen Minivan vom Mo Chit Northern Busterminalfür ca. 60 BHT genommen. Diese verkehren zwischen 5 und 19 Uhr hin und zurück. Das Gelände ist sehr weitläufig (2,557 qkm) und lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden. Eine Karte über das Areal erhält man bei der Touristeninformation direkt an der Bushaltestelle und ein paar Meter weiter stehen auch schon Fahrräder zum Ausleihen (ca.30 BHT) bereit. Um die größten Tempel besichtigen zu könne, muss man zwischen 10 und 50 BHT Eintritt bezahlen. Wer sich vorgenommen hat alle zu betreten, kann bei den Tempeln oder an der Touristeninformation ein Tagesticket für ca. 220 BHT kaufen. Unserer Ansicht nach, benötigt man das Tagesticket nicht. Die Tempel von außen zusehen hatte genügt und es reicht, Eintritt für die schönsten Tempel zu bezahlen, dann bleibt man weit unter den 220 BHT. Zeitlich sollte man den ganzen Tag einplanen, um auch etwas in der schönen Parkanlage zu entspannen.

Schwimmende Märkte

Bangkok ist für seine schwimmenden Märkte sehr bekannt. Mit Obst, Gemüse und sämtlichen Leckereien beladene Holzkanus schlängeln sich entlang der Wasserstraßen. Früher, vor der Motorisierung der Straßen, wurden die Wasserwege viel mehr benutzt. Heute sind die schwimmenden Märkte in Bangkok nur noch eine Touristenattraktion. Es existieren drei verschiedenem Märkte: der kleine Taling Chang als ein Lebensmittelmarkt zu dem man mit dem Bus 79 ab Ratchadamnoen Klang für 16 BHT gelangt, der schwimmende Markt bei Amphawa, der etwas weiter entfernt liegt und den bekanntesten schwimmenden Markt Damnoen Saduak. Zum Amphawa Markt bucht man am besten eine Reise und übernachtet in dem kleinen Dorf. Zu später Stunde kann man dann eine Bootsfahrt unternehmen und hunderte Glühwürmchen bestaunen. Wir haben den Damnoen Saduak Markt besucht und zwar über eine Reiseagentur. Im nach hinein wäre der Bus, der am Südbahnhof in Bangkok abfährt wohl besser gewesen (ca. 100 BHT), da man seine Zeit dann selbst einteilen kann und es wesentlich günstiger gewesen wäre. Bei dem Markt selbst, kann man an den Ständen neben dem Fluss umherlaufen oder man nimmt sich einen geführten Kan und fährt auf dem Wasser mit (ca. 300 BHT). Ein Weiterer schwimmender Markt befindet sich in Ayutthaya und lässt sich gut mit der Besichtigung der alten Königsstadt verbinden.




Fazit Tagesausflüge von Bangkok

Wir hatten uns sehr auf den Floating Market gefreut, da er eine einzigartige Attraktion sein sollte und man dies auch in jedem Reiseführer liest. Leider war der Besuch dann doch etwas enttäuschend. Der Markt war kein richtiger Markt. Obst, Gemüse und Leckereine wurden zwar auch angeboten, aber zu überteuerten Preisen für Touristen. Sehr groß erschien er uns auch nicht, jedenfalls hatten wir innerhalb einer Stunde den Markt komplett angeschaut und ein leckeres Frühstück gegessen.

Von Ayutthaya waren wir hingegen positiv überrascht. Aus dem Trubel in Bangkok heraus, ermöglichte uns die alte Königsstadt einen Tag Pause von Stress und Hektik. Nicht nur das die altertümlichen Tempel uns faszinierten und diese mit den alten Mayaruinen aus Mexiko in Vergleich gesetzt werden können, es war auch sehr schön den Tag auf dem Fahrrad zu verbringen. Somit ist Ayutthaya unser ganz besonderer Tipp für den Bangkok-Touristen. Der schwimmende Markt Damnoen Saduak war für uns die Anreise nicht wert – zu touristisch und nicht authentisch. Testet lieber den Amphawa schwimmenden Markt und schreibt uns ein paar Kommentare.

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