Kleine Trauminsel mit „geheimen“ Stränden, ein Taucherparadies mit türkisblauem Wasser, chillige Partyinsel mit tollen angesagten Bars und ausgelassenem Nachtleben – so ganz konnten wir uns nicht entscheiden, was Koh Phi Phi nun eigentlich ist. Wahrscheinlich ein guter Mix aus allem.

Die Hauptinsel Koh Phi Phi Don weißt mit nur 8 km Länge und 3,5 km Breite eine spektakuläre Landschaftsformation auf. Zwei Strände schließen den mittleren Teil der Insel durch eine Landbrücke ein, im Westen und Osten ragen hingegen Karstberge bis zu 200 Meter in die Höhe. So klein die Insel aber auch sein mag, umso mehr hat sie zu bieten und die Besucher werden immer zahlreicher. Seit dem Tsunami 2004, bei dem 70 % der Behausungen und Palmen zerstört wurden, wird die Insel komplett neu aufgebaut. Immer mehr Hotels und Bungalows sprießen aus dem Boden, um den Besucheransturm bewältigen zu können. Auf die Insel gelangt man nur per Boot von Phuket oder Krabi. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden und kostest ungefähr 350 BHT. Um die Insel sauber zu halten, werden bei Ankunft am Pier nochmal 20 BHT pro Person verlangt. Wir hoffen nur, dass die Einnahmen wirklich in die Umwelt investiert werden, den ansonsten steht der Insel durch den anwachsenden Tourismus bald ein Umweltdesaster bevor. Nachfolgend stellen wir euch die Hauptattraktionen der Inseln Koh Phi Phi Don und Lei vor. Je nachdem wie viel ihr Party machen wollt und wieviel Erholung ihr davon benötigt, reichen für die wichtigsten Attraktionen 3 Tage aus.




Tonsai – Koh Phi Phi Stadt

Tonsai liegt auf der Landbrücke und ist gleichzeitig die einzige Stadt der Insel. Das diese vor einigen Jahren, nach dem Tsunami, erst neu errichtet wurde, kann man der Stadt ansehen: Moderne Bars, Restaurants und Diskotheken prägen das Stadtbild und laden den Besucher zu wilden Partynächten ein. An Speisen bleibt in Tonsai auch nichts aus. Von westlichen Gerichten wie Burger, Pizza und Pasta bis hin zu thailändischen Spezialitäten, wird dem Touristen alles serviert. Vom Pier beginnend, führen kleine Straßen in die Partyzone. Am Pier selbst und im westlichen Teil ist es hingegen etwas ruhiger und die kleinen Strandbars laden zum entspannten Cocktail ein. Auch an Unterkünften kann man zwischen luxuriösen Luxushotels, low Budget Zimmern und Hosteldorms wählen. Im Gegensatz zu andern Regionen in Thailand, fanden wir die Preise etwas intensiver und mussten nach der Ankunft etwas länger suchen, um eine Unterkunft in unserem Budget von 20 Euro pro Zimmer zu finden. Aus Erfahrung können wir auch nicht die Angebote der Agenturen am Pier empfehlen. Alle Unterkünfte die uns dort angeboten wurden, waren letztendlich doch teurer als angepriesen. Eine Besonderheit in Tonsai ist auch die Tatsache, dass es keine Fahrzeuge gibt. Die Insel und die Stadt sind so klein, dass man zu Fuß überall hingelangen kann. Bei schwerem Gepäck helfen Schubkarren, die von den Einheimischen und Hotels angeboten werden.

Strände

Die Loh Dalam Bucht im Norden von Tonsai besitzt einen sehr schönen, flach abfallenden Strand, der sich am Abend zu einer Partymeile wandelt. Feuerspiele, Tanzshows, Livemusik und Limbochallenges werden angeboten und die Diskotheken locken die Touristen mit speziellen Bucketangeboten (Eimer aus den man Cocktails trinkt). Auf der gegenüberliegenden Seite von Tonsai ist der Strand nicht mehr ganz so breit und flacht gleich ca. 2 Meter ins tiefe Wasser ab. An dieser Seite der Tonsai Bucht befindet sich auch das Pier mit vielen kleinen Longtailbooten. Die bunten Boote im türkisfarbenen Wasser und im Hintergrund die aus dem Wasser herausragenden Karstberge, ergeben eine Traumkulisse. Von hier kann man auch die Schwesterinsel Koh Phi Phi Lei sehen. Mit einem Longtailboot erreicht man auch die Strände Laem Tong Beach und Lo Ba Kao Beach, die mit feinen weißen Sandstrand, Palmen und türkisfarbenen Wasser perfekt zum Relaxen und Erholen geeignet sind.




Aussichtspunkt

Ein Pflichtbesuch für euch sollte der Koh Phi Phi Viewpoint 1 bis 3 im Osten der Insel sein. Schon vom Tonsai Pier wird er ausgeschildert und ist durch viele Treppen, leicht auf dem Hügel zu erreichen. Der Eintrittspreis beträgt 30 BHT pro Person. Der Preis ist sehr wohl angemessen, da durch die Einnahmen eine schöne Parklandschaft instand gehalten wird. Der Ausblick auf Koh Phi Phi ist wirklich hervorragend und zeigt die spektakuläre Form der Insel. Wenn man davon schon beeindruckt ist, wird man von den beiden weiteren Viewpoints fasziniert sein. Viewpoint 2 eignet sich perfekt für Selfibilder von einem riesigen Stein mit Koh Phi Phi im Hintergrund und durch Viewpoint 3 erhält man in einem kleinen Restaurant, eine grandiose Aussicht von der nördlichen Seite der Insel. Auf der Veranda des Restaurants konnten wir ein außergewöhnliches Insekt beobachten: das Phyllium Siccifolium auch als Wandelndes Blatt bekannt und kaum von einem wirklichen Blatt zu unterscheiden.

Da wir leider nicht ganz so gutes Wetter hatten, habe ich euch nochmal ein Bild beigefügt, wie die Insel bei blauem Himmel aussieht.

Maja Bay

Die Hauptattraktion und der eigentliche Touristenmagnet befindet sich nicht auf Koh Phi Phi Don selbst, sondern auf der Schwesterinsel Koh Phi Phi Leh. Spätestens nach dem im Jahre 2000 auf Koh Phi Phi Lei getreten Film „The Beach“ mit Leonardo Dicaprio waren die beiden Inseln in aller Munde. Im Film wird ein wunderschöner, geheimer Sandstrand gezeigt, der alle Menschen in seinen Bann zieht und von den Karstbergen eingeschlossen zu sein scheint. In einem Tagesausflug mit Stopps am Monkey Beach, Wiking Cave, einer blauen Lagune und anderen Schnorchelspots, wird einem schnell klar, dass man nicht allein am Strand sein wird.

Tatsächlich besitzt der Strand noch Ähnlichkeit mit den Aufnahmen aus dem Film (wenn man sich mal die ganzen Touristen und die Boote wegdenkt!). Um den Strand generell erst einmal betreten zu dürfen, wird eine Gebühr von 400 BHT erhoben – zum Schutze der Schönheit des Strandes. Unzählige Longtailboote und Touristen versperrten Teile des Strandabschnittes und die Aussicht auf die Bucht. Ein bewaldeter Weg führt von „The Beach“ zur anderen Seite der Insel. Für 65 Euro ist es sogar erlaubt eine Nacht in diesem Wald zu campieren, um das „The Beach“ – feeling noch intensiver wahrzunehmen. Wenn die Touristen dann ab ca. 17 Uhr den Strand verlassen haben, findet man das wahre Paradies wieder vor. Ebenfalls lohnt sich der am Eingang der Bucht gelegene Schnorchelspot. Durch das blaue, klare Wasser besitzt man eine gute Sicht auf die Korallen und die bunten Fische der Bucht.




Fazit zu Koh Phi Phi

Trotz allen negativen Entwicklungen, würden wir den Besuch von Koh Phi Phi nicht missen wollen. Die Insel ist in unseren Augen eine spezielle Sehenswürdigkeit. Auch der Maja Beach ist trotz der Touristenmasse ein Muss für jeden der den Film „The Beach“ kennt. Wenn man die Gelegenheit dazu hat, sollte man eine Übernachtung am Strand in Erwägung ziehen, um die wirklich Schönheit zu erkennen. Vielleicht sieht man in der Nacht auch – wie im Film – das Plankton im Wasser leuchten und kommt dem Mythos von „dem Strand“ auf die Schliche!

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