Die meisten Touristen in Nepal kommen in das Land, um an einer der zahlreichen Trekkingtouren in den vielen verschiedenen Nationalparks teilzunehmen. Je nach Schwierigkeitsgrad und vorhandener Zeit existiert die passende Trekkingtour für jedermann. Zu den Einsteigertouren, die weniger Zeit und Anstrengung erfordern zählen:

  • Der Langtang Valley Trek
    o Ca. 7-8 Tage, Reisezeit: September bis Mai, maximale Höhe 3870 m
  • Tamang Heritage Trail
    o Ca. 6-7 Tage, Reisezeit: September bis Mai, maximale Höhe 3700 m
  • Gosainkund Trek
    o Ca. 7-8 Tage, Reisezeit: Oktober bis November, März bis April, maximale Höhe 4610 m
  • Helambu Trek
    o Ca. 6 Tage, Reisezeit Oktober bis April, maximale Höhe 3640 m




Die Routen eigenen sich am besten zur Akklimatisation und zum Austesten ob Trekking überhaupt das Richtige für einen ist. Ebenfalls erfährt man in wenigen Tagen viel über die nepalesische Kultur, das Leben in den Bergen und entdeckt wunderschöne Landschaften. Die beiden beliebtesten Touren sind der Annapurna Zirkel und der Everest Basis Camp Trek.

anapourna-gebirgeDer Annapurena Zirkel ist die beliebteste Route die einmal komplett um den Nationalpark verläuft. Einzuplanen sind 12 bis 19 Tage. Die beste Reisezeit ist Oktober bis Ende November, wenn der Himmel klar ist und der Winter noch nicht Einzug gehalten hat. Von den Trekkingschwierigkeitsgrad ist der Annapurna Zirkel etwas leichter als die Touren im Himalaya. Der Höchste Punkt mit 5416 m ist auch hier nicht zu unterschätzen. Landschaftlich bekommt man auf dieser Tour mehr Abwechslung geboten: viele Seen, Flüsse, 7000 m hohe Berge und nepalesische Dörfer verzaubern die Trekker auf ihrer Tour. Ausgangspunkt für die meisten Touren ins Annapourna-Gebirge bildet Pokhara. Für weitere Infos empfehlen wir dir unseren Beitrag über Pokhara.

Die zweit beliebteste Route, durch eine spektakuläre, hochalpine Landschaft, mit den höchsten Bergen der Welt, ist der Mount Everest Trek (oder Sagramatha National Park Tour). Für diesen Trek gibt es zwei mögliche Ziele, den Kala Pattar oder das Basecamp für die Mount Everest Expeditionen. Viele Touristen werden von dem Gedanken angezogen, einmal im Himalaya gewandert zu sein und den höchsten Berg der Welt live und ganz nah gesehen zu haben. Zudem leben hier auch die Sherpas, eine Volksgruppe in der Solu Khumbu Region, die beim Trekkingn als Träger sehr angesehen sind. Bis zu 120 kg kann ein Sherpa pro Tag auf seinem Rücken transportieren. Auch die kleinen Sherpa Dörfer, Klöster und anderen Gompadörfer sind sehr sehenswert. Mehr als 10.000 von Touristen strömen hingegen jährlich in diese Region um den Ausgangspunkt für die Mt. Everest Besteigung zu erkunden (Basis Camp 5340 m) oder den Kala Pattar zu besteigen (5545 m). Vom Everest Basis Camp, ist der Mt. Everest jedoch nicht zu sehen. Um einen Blick auf den Mt. Everest genießen zu können, ist die Besteigung des Kala Pattar zu empfehlen. Die beste Reisezeit, mit klarem Himmel und noch einigermaßen annehmbaren Temperaturen, ist Oktober bis Mitte Dezember. Für diese Tour haben wir uns entschieden. Wenn du unsere Erfahrungen und Eindrücke mit uns teilen willst, dann schau doch mal in unserem Beitrag über den Mount Everest Trek vorbei.

Teehäuser/ Lodges und Speisen

Eine kleine Anmerkung möchten wir hier noch zu den Teehäusern und Lodges machen. Klar gibt es wie in jedem Touristengebiet die Möglichkeit auch eine Luxusvariante zu wählen, diese ist aber auch mit ca. 100 US$ pro Unterkunft erheblich teurer. In normalen Lodges erhält man ein Standardzimmer bereits ab 3 US$. Sehr viel mehr Komfort außer kostenloses heißes Wasser, heiße Duschen und kostenlosen Strom bieten diese Luxusunterkünfte gegenüber dem normalen Hüttentrekking nicht.




In den Lodges darf man nicht mit beheizten Räumen rechnen. Generell existieren keine Heizungen in den Schlafräumen und nur der Aufenthalts-/Speiseraum wird, ab ca. 17 Uhr bis 20 Uhr geheizt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es von Lodge zu Lodge unterschiedlich gehandhabt wird, ob der Ofen überhaupt beheizt wird und die Temperaturen ausreichen um sich aufzuwärmen. Die Temperaturen sacken täglich ab ca. 16 Uhr schnell und weit nach unten ab. Deswegen unser Rat: nehmt ausreichend dicke Kleidung für die Abende mit und eine Wärmflasche für die Nacht hat sich auch immer bewährt! Ansonsten sind die Lodges fast alle besser als erwartet. Wir hatten eigentlich immer genügend Platz und zwei Holz Betten mit einigermaßen akzeptabler Matratze und Decken. Die Gestaltung des Aufenthaltsraumes erinnerte uns etwas an den russisch oder mongolischen Stil. An den Wänden, die mit Holz verkleidet sind, befinden sich meist Sitzbänke und davor ein kleiner Tisch. In der Mitte des Raumes ist die einzige heiße Quelle – der Ofen. Bis zu einer bestimmten Höhe wird dieser noch mit Holz angefeuert. Wandelt sich aber die grüne Waldlandschaft in Steppe ohne Bäume, wird zum Feuern getrockneter Yakdung verwendet.

Die Auswahl und Qualität der Speisen in den Lodges hat bis Gorakshep kaum nachgelassen. Dahl Bat, Spagetti, Sandwiches, Müsli, Eier in allen Variationen, Kartoffelgerichte, Curry, Burger etc. können täglich gewählt werden. Die Preise sind deutlich höher als in Kathmandu und reichen je nach Ort und Höhe von 300 bis 800 NPR pro Portion. Wenn man die Tour über eine Agentur bucht, sind die 3 Hauptspeisen und die typischen heimischen Getränke wie Tee und Kaffee im Preis inbegriffen. Extra heißes Wasser kostet je nach Höhe sehr viel. Für einen Liter bezahlt man schon mal zwischen 150 und 400 NPR. Tee ist noch teurer. Aus diesem Grund raten wir euch ebenfalls, eure eigenen Teebeutel aus Deutschland mitzunehmen.




Hinsichtlich der Sanitären Einrichtungen muss man auf einige Annehmlichkeiten verzichten. Heißes Leitungswasser existiert nicht. Die heißen Duschen müssen mit ca. 350 NPR bezahlt werden und befinden sich, wie auch die Toiletten, zum Teil außerhalb des eigentlichen Gebäudes. Nicht alle Lodges verfügen über Kloschüsseln oder eine Klospülung. Ein einfaches Loch zwischen zwei Holzbrettern oder eine in den Boden eingelassenen Keramikschüssel sind Standard. Wir hatten aber bis zuletzt Glück mit der Auswahl unserer Lodges und hatten zumindest immer eine Toilette mit normaler Sitzmöglichkeit.

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