Kathmandu, die Hauptstadt Nepals, ist ein Angriff auf die Sinne. Es ist eine typische asiatische Stadt. Angekommen am einzigen internationalen Flughafen in Nepal, wird man von einem Konzert aus Hupen und Autolärm empfangen. Die Luft ist belastet von Abgasen und Staub, die dir den Atem rauben. In Kathmandu leben ca. 6 Mio. Menschen. Die Hauptreligion sowohl in Kathmandu als auch in Nepal ist der Hinduismus (ca. 80%). Der Buddismus ist mit ca. 10% die zweitwichtigste Religion. Beide Religionen existieren friedlich nebeneinander.




Bei deinem Besuch in Kathmandu wirst du häufig mit Stromausfällen rechnen müssen. Durch den hohen Export von Elektrizität nach Indien reicht der Strom nicht aus um die ganze Stadt den ganzen Tag mit Elektrizität zu versorgen. Deswegen werden geplant Ortsteile vom Stromnetz genommen, um die Ressourcen bestmöglich zu verteilen. Die meisten Hotels verfügen jedoch über Generatoren, die den vorübergehenden Stromausfall auffangen. Doch die Stadt hat auch ein anderes Gesicht, ein schönes und interessantes!!! In diesem Bericht stelle ich euch die Sehenswürdigkeiten in Kathmandu vor, die du unbedingt gesehen haben solltest.

Stadtteil Thamel

In Kathmandu sollte man sich ein Hotel/Hostel im Ortsteil Thamel suchen. Hier ist das Touristengebiet und ihr findet dort alles vom Low-Budget Doppel-Zimmer für 6 Euro die Nacht bis hin zu luxuriösen Sternehotels. Thamel ist eine belebte Gegend in der kein Wunsch unerfüllt bleibt. Angefangen von Restaurants vieler nationaler Küchen (Italienisch, Chinesisch, Mexikanisch etc.) über viele Souvenir- und Kleidungsgeschäfte bis hin zu Ausrüstungen für Trekkingtouren. Meiner Erfahrung nach solltet ihr eure Ausrüstung für die Trekking-Touren hier in Kathmandu kaufen, denn hier gibt es alles sehr günstig. Die Sachen sehen zwar nicht mehr aus wie neu, sind dennoch gut genug für die Trekking-Touren. Der Stadtteil lädt zum bummeln und schlendern ein, in vielen kleinen Cafés kann man bei einem leckeren Apfelkuchen das treiben beobachten.

Einkaufsstraße Siddhidas Marg

Während es in Thamel vorwiegend Trekking-Sachen und Souvenirs gibt, kann man in der ca. 10 Gehminuten südlich gelegenen Einkaufsstraße Siddhidas Marg alles andere typisch nepalesische finden. Hier ist der Trubel und die Menschenansammlung noch größer als in Thamel. In diesem Viertel bekommst du ein Gefühl für eine asiatische Großstadt. Ein Bummel durch dieses Viertel ist wirklich lohnenswert. Hier erlebst du das „echte“ Kathmandu, denn in diesem Viertel nehmen auch die Einheimischen ihre Einkäufe vor. Wenn man hier etwas erwerben möchte, sollte man unbedingt handeln. So kannst du teilweise über 30% sparen.

Hanuman-dhoka Dubar Square

Ca. 20 Gehminuten südlich von Thamel befindet sich der Hanuman-dhoka Dubar Square. Um dort hinzugelangen könnt ihr einfach über die bereits vorgestellte Einkaufsstraße Siddhidas Marg schlendern – diese wird euch genau zum Dubar Square führen. Auf diesem Platz befinden sich sowohl buddhistische als auch hinduistische Tempel. Die meisten sind im Pagoden-Stil zwischen dem 12. Jh und 18. Jh. gebaut. Bis zum frühen 20 Jh. war der Dubar Square in Kathamndu die Residenz des Königs.

Dieser Platz wurde durch das Erdbeben Anfang 2015 sehr stark zerstört. Zur Zeit wird er immer noch restauriert. Der Eintritt kostet 1000 NPR, wovon 250 NPR. in einen Fonds zur Restaurierung fließen. Leider ist der Fortschritt der Wiederherstellung eher überschaubar.




Stupa von Swayambunath (Affentempel)

Ungefähr 2 km westlich von Thamel entfernt befindet sich der buddhistische Tempel Swayambunath, der aufgrund der Vielzahl der Affen unter den Touristen eher als Affentempel bekannt ist. Swayambunath gilt als eine der ältesten buddhistischen Tempelanlagen der Welt. Einige Teile der Tempelanlage werden auf ca. 2500 Jahre geschätzt. Der Sage nach ist Swayambhunath eng mit der Entstehung des Kathmandu-Tals verknüpft, dass früher ein See gewesen sein soll. Vom Fuße des Hügels führt eine Treppe mit 365 Stufen, gesäumt von bunten Figuren und Manisteinen, zur Tempelanlage hinauf.

Der Stupa ist ein buddhistisches Bauwerk. Es symbolisiert Buddha selbst und seine Lehre den Dharma. Stupas gelten als die ersten und wichtigsten Denkmale bzw. Orte künstlerischer Gestaltung im Buddhismus und sind immer gleich aufgebaut. Unten eine Halbkugel die der Bestattung von Herrschern oder hochrangiger Mönche diente. Darüber befinden sich 4 Augen in jede Himmelsrichtung (Buddha sieht alles) mit einem gedeuteten Fragezeichen als Nase (Denk nach ob dein Handeln den Regeln Buddhismus entspricht). Darüber kommen die 13 Stufen (Symbol für die 13 Stufen zur Erleuchtung im Buddhismus). Darüber befindet sich die Lotusblüte (Symbol der Reinheit und Erleuchtung) und ein Schirm.

Die Atmosphäre auf dem Hügel der Stupa von Swayambunath ist ganz besonders und sehr spirituell. Es erklingt überall das heilige Mantra: „Om mani padme hum“, deren vielerlei Bedeutungen zugetragen werden, im Großen und Ganzen aber die Lehre des Buddha verkörpert. Da sich der Tempel auf einem Hügel im Kathmandu-Tal befindet, kann man hier neben der Atmosphäre auch die fantastische Aussicht genießen. An klaren Tagen kannst du hier über ganz Kathmandu schauen.

Die hinduistische Verbrennungsstätte Pashupatinath

Diese Tempelanlage am heiligen Fluss Bagmati, etwa sechs Kilometer östlich von Kathmandu, ist eine der bedeutendsten Tempel im Hinduismus und Unesco Weltkulturerbe.

Falls es dich einmal dort hin verschlägt, kannst du ein ganz besonderen Ritual des Hinduismus beobachten. Es gilt unter den hinduistischen Gläubigen als besonders erstrebenswert die Toten an dem heiligen Fluss Bagmati zu verbrennen und die Asche in den Fluss zu schieben. Bei diesem hinduistischen Ritual bedarf es einiger Vorbereitungen. Die Leiche wird innerhalb von maximal zwei Tagen nach dem Tod in orangenen Tüchern (Farbe der Erleuchtung) in den Tempel gebracht. Alle Familienmitglieder tragen den Leichnam auf einer Bambus-Leiter an den Fluss. Hier wird der Leichnam gewaschen (zumindest die Füße, Hände und Gesicht). Danach wird der Leichnam zur Verbrennungsstätte gebracht und auf den vorbereiteten Scheiterhaufen gelegt. Bevor der Tote angezündet wird, läuft ein Priester oder der älteste Sohn fünf Mal um den Scheiterhaufen. Die Zahl fünf repräsentiert dabei die fünf Elemente Erde, Feuer, Wasser, Luft und Himmel. Danach wird der Leichnam verbrannt. Die Dauer der Verbrennung beträgt ca. 3-4 Stunden. Hierbei sind alle Familienmitglieder anwesend. Den Männern werden während der Verbrennung als Symbol der Trauer sämtliche Kopfhaare rasiert.

Es folgt für die Familie eine Trauerzeit von 12 Tagen, die man auch im Tempel verbringen kann. In diesem Zeitraum müssen die Familienmitglieder weiße Kleidung tragen (weiß ist Farbe der Trauer, ähnlich wie in Europa schwarz) und eine besondere Ernährung einhalten. Am 13. Tag wird das Ende der Trauerzeit mit einem Festessen gefeiert. Eine Person in der Familie muss jedoch das gesamte Jahr über weiße Kleidung tragen. Genau ein Jahr nach der Verbrennung kehren die Familienmitglieder in diesen Tempel zurück, um noch einmal Gebete von einem Priester für den Verstorbenen zu empfangen. Dieser hinduistische Tempel gilt als Wallfahrtsort für tausendende Hinduisten und hinduistische Priester.




Die Buddhistische Stupa von Bodnath

Der Stupa ist im Vorort Bodnath im Nordosten von Kathmandu gelegen. Als zweitgrößter Stupa der Welt ist dieses Bauwerk damit eines der bedeutendsten Ziele für Pilger aus Nepal und den umliegenden Regionen des Himalaya.

Der Stupa ist das einzige Bauwerk seiner Art in Kathmandu und Umgebung, das betreten werden darf. Besonders schön sind die umliegenden Gebäude. Hier kannst du zur Mittagszeit auf den Dachterrassen unzähliger Restaurants dein Essen mit Blick auf dieses Bauwerk genießen. Um die Stupa wurde ein wunderschönes Dorf errichtet in dem sich auch eine Mandala-Schule befindet. Bei weiterem Interesse kann man sich von den Lehrern der Schule einiges über Mandalas, ihre Entstehung und Bedeutung erklären lassen, sowie Studenten beim Malen dieser Mandalas beobachten. Als Andenken kannst du hier verschiedenste Arten dieser handgemalten Mandalas erwerben.

Garden of Dreams

Solltest du einmal genug vom ganzen Lärm, den Abgasen und dem hektischen Treiben der Stadt haben, erwartet dich im Garden of Dreams eine Oase der Erholung. Nur 2 Gehminuten östlich von Thamel erwartet dich ein kleiner, liebevoll gestalteter Park, der zum Ausruhen und Kraft tanken einlädt. Der Eintritt in diesen, nach englischen Vorbild entworfenen, ehemaligen Kaisergarten kostet 200 NPR In diesem Garten kannst du genüsslich einen Kaffee trinken und für nur 50 NPR die Stunde im Internet surfen oder Kontakt mit deinen liebsten Zuhause aufnehmen.

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