Langsam wird es immer heller und man kann die feurige Lichtkugel hinter dem Horizont schon erahnen. Ein mysteriöser Gesang ertönt über die Ebene, Vögel beginnen zu zwitschern, die leichten Nebelschwaden ziehen ihre Bahnen tiefer, um die noch im Dunkeln liegenden Tempel. Dann plötzlich, still und leise kommt der Feuerball zum Vorschein und mit einem Kribbeln im Bauch sehen wir den ersten Ballon aufsteigen, dann der zweite, dann noch einer und noch einer. Ein atemberaubendes Bild! Mit Sicherheit jedem schon bekannt, doch kaum einer weiß, woher das mysteriöse Bild stammt. Viele denken, so eine Pracht an Tempeln, kann nur in Angkor Wat, Kambodscha, vorherrschen, aber das stimmt nicht: Die Einzigartigkeit von hunderten von alten Tempeln und Heißluftballons zum Sonnenaufgang findet man nur in Bagan – die alte burmesische Königsstadt und die Hauptattraktion des Landes.
Tempel von Bagan
Um das 11. und 13 Jahrhundert herum, wurden in einem Gebiet von ca. 40 qkm über 2.000 Klöster, Stupas und Tempel von Königen und reichen Kaufleuten, errichtet. Durch immer wieder auftretende Erdbeben, Verfall und früheren Plünderungen in den 70er Jahren, sind viele der aus Ziegelstein bestehenden Sakralbauten mehr oder weniger gut erhalten. Stehst du auf einem der Gebäude, wirst du jedes Mal einen malerischen Ausblick über die Landschaft, mit den zahlreichen altertümlichen Tempeln, Stupas und Klöster besitzen, der dich faszinieren wird. In Myanmar ist es eine Ehre, für reiche Menschen, einen neuen Tempel errichten zu lassen, um ihr Glück zu erhalten und die Religiosität zu demonstrieren. In der Area von Bagan, werdet ihr deshalb auch einige neuere Tempelanlagen finden und manch ältere werden zum Teil restauriert sein. Leider ist das auch der Grund, warum die Bagan Tempelanlagen nicht zum UNESCO-Welterbe erhoben wurden. Klimaanlagen, zugeschüttete Böden und übertünchte Wandgemälde in den Tempeln entsprachen nicht dem Anspruch der Organisation, dennoch setzt Bagan alles daran von der sogenannten „Warteliste“ zu verschwinden und den Titel bald möglichst zu erhalten – unserer Meinung nach zu Recht.


Wir sind mit dem Schiff aus Mandalay nach Nyaung-U angereist. Die idyllische Fahrt, könnt ihr in unserem Beitrag „Schiffsfahrt Mandalay nach Bagan“ nachlesen. Bagan ist ein archäologisches Gebiet, wofür eine Touristensteuer in Höhe von 25.000 Kyat anfällt. Diese wird für den Erhalt und Aufbau der Tempel erhoben und wenn ihr mit dem Taxi in die nächste Stadt vom Hafen aus fahrt, an einem kleinem Büro abverlangt. Bei der Anreise aus anderen Städten mit dem Touristenbus, werdet ihr auch an ein solches Büro gebracht. Übernachtungsmöglichkeiten, bieten sich euch in drei kleinen „Städte“ an: Nyaung-U, old Bagan und new Bagan. Nyaung-U ist der begehrteste Aufenthaltsort für Touristen. Hier findet ihr neben preiswerten und teuren Hotels auch gute Restaurants mit nationalen und internationalen Speisen. Empfehlen können wir das britische Restaurant Weather Spoon´s. Die Speisen sind sehr frisch und von thailändisch, Pizza, Pasta, Bürger bis hin zu vegetarische Speisen schmeckt alles wirklich sehr gut. Old und new Bagan weisen ebenfalls einige große Hotels auf und sind näher an der Tempelanlage gelegen. Wer Ruhe sucht und sich neben den Tempeln, mit seiner Hotelanlage zufriedengibt, ist hier sehr gut aufgehoben. Von allen drei Städten fahren Minivans zu den Tempelanlagen und zurück. Eine Besonderheit in Bagan sind die zu mietenden E-Bikes (8.000 Kyat), mit denen man umweltschonend von Anlage zu Anlage fahren kann. Die Straßen sind zwar sehr staubig, aber auch mit dem Fahrrad (1.500 Kyat) kommt man gut voran und auch Pferdekutschen lassen sich mieten. Wir selbst wählten das Fahrrad und planten eine perfekte 2-Tagestour mit dem Fahrrad durch die Tempel von Bagan.

Unsere Tempeltour mit dem Fahrrad: Tag 1

Da die Tempelarea sehr weitläufig ist und man gar nicht weiß wo man beginnen soll, haben wir euch eine Karte mit den schönsten Tempeln erstellt. Ihr benötigt zwei volle Tage, um den Weg ganz in Ruhe abzufahren und auch die Umgebung zu genießen. Beginnen könnt ihr am Punkt A unserer jeweiligen Karte und folgt einfach der Route zum nächsten Buchstaben. Auf dem Weg werden euch noch viel mehr Tempel begegnen, vielleicht habt ihr Glück und ein Werter lässt euch auf einen Tempel, um die Umgebung zu bewundern. Meist möchte dieser euch dafür seine gemalten Bilder zeigen, die ihr aber nicht kaufen müsst.

Link zur Google-Maps Karte

Unsere Route beginnt am Mani Sithu Market (Punkt A) in Nyang-U. Der überdachte Markt am östlichen Ende der Stadt hat Montag bis Samstag von 6 Uhr morgens bis 17 Uhr abends geöffnet. Dieser ist ein typisch südostasiatischer Markt, auf dem ihr alles finden könnt, von Ost, Gemüse bis hin zu Flipflops, Kleidung und den traditionellen Lackdosen mit bunten Verzierungen. Hier haben wir uns für den Tag mit Proviant eingedeckt, etwas Obst und ganz viel Wasser. Zwischen den Tempelanlagen befinden sich aber auch Verkaufsstände, die Lebensmittel und auch Getränke anbieten.

Weiter geht die Tour zur Shwezigon Pagode (Punkt B), der wichtigsten Pagode in Bagan. Jährlich besuchen viele Pilger aus ganz Myanmar und weiter die Shwezigon Pagode. Der Legende nach, befand sich unter den Beuteschätzen des Königs Anawratha im 11. Jahrhundert auch ein Stirnknochen eines Buddhas. Der weiße Elefant, der die Beute trug, blieb am Ufer des Irrawaddy-Flusses in Nyaung-U stehen. Für den König galt dies als Zeichen, hier eine Tempelanlage zu errichten. Mehrere Gebäude zieren die Anlage, die eigentliche vergoldete Pagode ist ein kleiner Augenschmaus und hebt sich von den aus Mauerstein gebauten Pagoden der Umgebung deutlich ab.

Ca. 1,5 km entfernt befindet sich der Htilominlo-Tempel (Punkt C). Mit seinen 46 Metern Höhe und seiner 45 m quadratischen Grundfläche, ist er einer der größten Tempel von Bagan. Zu jeder Ausgangsseite des Tempels befindet sich eine große Buddhastatur. Der Tempel selbst kann leider nicht bestiegen werden, jedoch gibt es außerhalb der Mauern einen kleineren Tempel, der bestiegen werden kann und eine schöne Aussicht auf den Htilominlo-Tempel und das umliegende Gelände bietet.

Ungefähr 200 Meter von der Stadtmauer zu old Bagan entfernt, befindet sich der Ananda Tempel (Punkt D). Zwischen Ende des 11. und 12. Jahrhunderts errichtet, ist der Tempel in Bagan, ein Beispiel indischer Architektur. Acht Mönche sollen ihn, der Sage nach, erbaut haben und vom König anschließend ermordet wurden sein. Er wollte verhindern, dass die Mönche irgendwo anders einen weiteren Tempel dieser Art bauten. Kreuzartig führen viele Ebenen zur Tempelspitze. Kleine Stupas markieren die Ecken der Terrassen. Der untere Teil des Gebäudes wurde zur 900 Jahrfeier neu weiß angestrichen und die goldenen Türme auf dem Gebäude vergoldet. Die große Kuppel ist leider auch renovierungsbedürftig und aus diesem Grund abgedeckt, wie so viele Gebäude der Bagan Tempelarea.


Auf dem weiteren Weg, gelangt ihr durch ein steinernes Tor. Das Tharabar Gate (Punkt E) ist eins von weiteren elf Eingangstoren zur ehemaligen Königsstadt, die im 9. Jahrhundert errichtet wurden. Zu beiden Seiten befindet sich ein kleiner Schrein, in dem die Nats (heilige Geister) verehrt werden. Fahrt ihr weiter Richtung Irrawaddy-Fluss, gelangt ihr zur Bupaya-Pagode (Punkt F). Wie ein goldenes Ei, steht diese auf einer Terrasse über dem Fluss. 1975 wurde sie vom großem Erdbeben vollkommen zerstört und neu errichtet. Zum Sonnenuntergang soll die Stupa am schönsten aussehen. Der Ausblick auf den Irrawaddy-Fluss ist einen Abstecher zur Bupaya-Pagode wert.

Fahrt ihr nun wieder zurück in Richtung New Bagan, gelangt ihr zum Gawdaw Palin (Punkt G). Der Tempel soll der zweitgrößte Bagans sein. Die beiden Stockwerke und Terrassen dürfen nach dem Erdbeben nicht mehr bestiegen werden. Der Tempel wurde damals sehr beschädigt und nur notdürftig wiedererrichtet.

Abseits der Straße, in der Nähe von old Bagan, befindet sich der Thatbinnyu-Tempel (Punkt H). Dieser ist mit 56 m der Höchste Tempel in Bagan und einer der uns am besten gefallen hat. Im Osten des Tempels, befindet sich eine kleine Eingangshalle. Mönche wohnten früher in dem unterem Gebäudequadrat und auf der dritten Ebene sitzt ein anmutiger goldener Buddha. Leider ist der Tempel sehr renovierungsbedürftig und muss vorerst von außerhalb bestaunt werden. Trotzdem wirkt er in der flachen, staubigen Steppenlandschaft wie ein großer, gewaltiger Palast.

Vor dem Sonnenuntergang könnt ihr euch noch das Somingyi Kyaung Kloster im Süden (Punkt I) ansehen. Der Somingyi Kyaung unterscheidet sich aber durch die zwei Zedi, die zusätzlich auf dem Gelände gebaut wurden, sonst stehen die Pagoden immer separat. Der Hauptkomplex ist begehbar und bietet eine sehr schöne Aussicht.


Der Sonnenuntergang sollte nun langsam näher rücken. Auf dem Weg zurück in Richtung Shwesandaw Pagode (wo wir den Sonnenuntergang genossen haben), werden euch noch weitere interessante Pagoden und Tempel den Weg säumen. Wir würden euch gern vier Tempel vorstellen, die Tempel sind mit einem Fähnchen in der Karte markiert. Je nach Zeit und Lust könnt ihr euch den ein oder anderen Tempel anschauen. Zwei eher unspektakuläre Tempel sind die Abeyadana Paya und die Nan Paya.

Die Manuha Paya ist da schon eher etwas fürs Auge. Vor allem die riesigen Buddha-Statuen machen den Tempel besonders. Es befinden sich drei riesige sitzende Buddha-Statuen im vorderen Teil des Tempels und eine liegende im hinteren Teil des Manuha Tempels. Die Statuen sind so groß, dass es so aussieht als ob der Tempel um die Buddha-Statuen gebaut wurde.

Der letzte Tempel, den wir euch auf dem Weg zur Shwezigon-Pagode noch empfehlen können ist die Gybyauknge Paya. Ihr solltet aber spätestens gegen 17 Uhr von dieser Pagode aufbrechen, um noch einen guten Platz auf der Shwezigon-Pagode für den Sonnenuntergang zu bekommen.

Und nun unser letzter Programmpunkt für den ersten Tag, die Shwesandaw Pagode (Punkt J). 1057 würde die fünfstufige Pagode von König Anawrahta erschaffen und ist heute ein beliebter Ort für Touristen, den Sonnenuntergang zu beobachten. Trotz der fünf Terrassen, sollte man nicht zu spät zu der Pagode fahren, damit man noch einen guten Patz für die fabelhafte Aussicht erhält und die Pagode bei Tageslicht nochmal umlaufen kann.


Einige schon besuchte Tempel werdet ihr wiedererkennen. Auch wenn die Sonne bereits untergegangen ist, solltet ihr noch etwas auf der Pagode verweilen, da sich der Himmel gewöhnlich später noch rötlich verfärbt.

Beim Sonnenuntergang werden auch immer der Touristenpässe verlangt, die wir am Anfang beschrieben haben. Ein richtiges Nachtleben werdet ihr auch in Nyang-U nicht finden, aber für ein paar Bierchen zum Abschluss des Tages und ein Leckeres Abendessen ist die kleine Stadt sehr gut geeignet. Dann könnt ihr eure Highligts des Tages nochmal Revue passieren lassen. Unser Highlight war der Sonnenuntergang!

Unsere Tempeltour mit dem Fahrrad: Tag 2

Weiter geht die Tour, zu den letzten Tempelanlagen. Diese Tempelanlagen sind zum Teil etwas abseits der Touristenweg. Hier findet ihr auch mal den ein oder anderen Tempel, den ihr ganz für euch haben werdet. Auf unserer Karte sind zwei Wege eingezeichnet, einmal von A bis D und eine Routevon A bis I. Die beiden Routen sind zwischen der Dhammayan Gyi Pagode (Punkt A Route A-I) und der Dhammayazaka Pagode (Punkt D Route A-D) durch eine Straße miteinander verbunden, die aber bei Googlemaps leider nicht verzeichnet ist. Daher mussten wir dies umgehen indem wir zwei Routen angelegt haben.

Link zur Google-Maps Karte

Wir starteten gleich mit dem Besten, was ihr euch auf gar keinen Fall entgehen lassen dürft – der Law Ka Ou Shaung Pagode (Punkt A von Route A-D). Ob ihr diese nun schon am Vortag besucht habt oder nicht, den Sonnenaufgang hier zu bewundern ist unser absoluter Reisetipp. Von allen Pagoden, die wir bestiegen haben, ist der östliche Ausblick auf die Umgebung hier am allerbesten.

Das zeitige Aufstehen 4:30 Uhr morgens und die Radtour bis zur Pagode, sind schnell vergessen, wenn man die ersten Sonnenstrahlen wahrnimmt und den mystischen Gesang hört (wahrscheinlich Mönche) und lauter Nebelschwaden über die Ebene ziehen sieht. Hier werdet ihr das weltweit bekannte Bild von Bagan wahrnehmen: Heißluftballons über vielen Tempeln zum Sonnenaufgang. Es war etwas kühl, ja sogar kalt, weil man die Pagode nur barfuß betreten kann und du wirst auch nicht der einzig sein, der dieses magische Schauspiel beobachten wird. Sobald du die ersten Ballons aufsteigen siehst, die langsam, wie von Zauberhand getragen, über die große Dhammayan Gyi Pagode fliegen, wird dir auch der Atem stocken.

So etwas erlebt man nur einmal im Leben. Man kann natürlich auch selbst mit dem Heizluftballon in die Höhe starten, das war uns preislich leider zu teuer, mit ungefähr 350 Euro lag das nicht im Budget unserer Reise, aber falls ihr die Möglichkeit habt, dann nehmt diese war!




Nach diesem überwältigendem Anblick, brauchten wir eine Pause und deshalb war ein gutes Frühstück angebracht. Wir würden euch empfehlen in NEw Bagan zu frühstücken (Punkt B von Route A-D). Sucht euch einfach ein schönes Restaurant in dem ihr das gesehene auf euch wirken lassen könnt. Nach der guten Stärkung geht es weiter zum Thitsar Wadi Tempel, den wir von seiner Architektur fast am schönsten fanden. In seinen Dunkeln Terrakotta-Ton führen viele stufenähnlich angeordnete Terrassen bis zur Spitze und an jeder Ecke befindet sich ein kleiner Stupa. Von den Balkonen besitzt man eine sehr schöne Aussicht auf die umliegenden Tempel. Im Inneren kann man (leider schon etwas verblasste) Wandmalerei bewundern.

Fast nebenan, ihr habt sie vielleicht schon im oberen Bild gesehen, gelangt ihr zur Dhammayazaka Pagode (Punkt D von Route A-D), die östlich von Old Bagan liegt. Drei fünfeckige Terrassen wurden mit bunten Terrakottafließen verziert und eine gewaltige goldene Kuppel dröhnt über dem Mauerwerk auf. Zu jeder Himmelsrichtung des Tempels befinden sich an den Ecken kleine Stupas mit den Bildnis eines Buddhas. Ein Fließenweg führt um den Tempel herum und ein kleiner Park mit Blumen verziert die Umgebung.

Den Weg zur Dhammayan Gyi Pagode (Punkt A von Route A bis I) werdet ihr schnell finden, ansonsten könnt ihr die Einheimischen befragen, die euch sicher gern weiterhelfen. Der Dhammayan Gyi wurde 1170 von König Narathu erbaut, der damit den beauftragten Mord an seinen Vater sühnen wollte. Der Grundriss ähnelt einem griechischen Kreuz und der Aufbau in die Höhe einer Pyramide. Ein sehr schöner Tempel wie wir fanden. Jede Seite der Pagode ist geöffnet und beinhaltet einen Altar oder eine alte Buddhastatur, auch die Gänge zwischen den Eingangshallen unterschieden sich von der Bauweise der anderen Tempel, mit großen Fenstern. In der westlichen Öffnung findet man Zwillings-Buddha-Figuren vor, die einzigen in Bagan. Angeblich handelt es sich hierbei um Siddhharta Gautama und einem zukünftig erwarteten Buddha Metteya.

Zwischen old Bagan und dem Dorf Minnanthu liegt der Sulamani Temple (Punkt B von Route A-I). Die Mönchszellen, die sich in der untersten Ebene befanden lassen nicht nur auf einen Tempelbau schließen, der dem Thatbinnyu-Tempel sehr ähnelt, sondern auf ein früher genutztes Kloster. Der Sulamani Tempel galt außerdem als Vorbild für den Htilominlo-Tempel. Gut erhaltene Wandmalereinen und verzierte Eingangstore zeichnen den Tempel aus.

Nochmal einen kleinen Abstecher Richtung Süden und ihr gelangt zur Pyathetgyi Pagode (Punkt C Route A-I), die eine wirklich sehr faszinierende Aussicht aufweist. Er wäre auch eine Alternative für den Sonnenuntergang, jedoch erschienen uns für die Aussicht die anderen Tempel zu weit entfernt.

Auch der Tempel an sich ist schön anzusehen. Das Ziegelbauwerk ist noch gut erhalten und die rot-orangen Blumen bilden ein schönes Fotomotiv. Um den Tempel existieren auch viele Stände zum Souvenirshoppen. Wir hatten hier kurz Rast gemacht und eine kalte Cola genossen.




Auf den Weg in Richtung Nyang-U sind nun eher kleinere Pagoden gelegen, die aber alle ihren Scharm und ihre Besonderheit besitzen. Hier verirren sich nur wenige Touristen her. Die Lemyethna Pagode (Punkt D Route A-I) sticht weiß aus den umliegenden Pagoden heraus. Gegenüber befinden sich noch kleinere Tempel, die zur Lemyethna Tempelgruppe gehören, die aber auch eine gute Aussicht auf die Umgebung bieten.

Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die Paya Thone Zu Pagode (Punkt E) die statt einer großen mittigen Kuppel, wie alle anderen Tempel, drei kleine gleichhohe Kuppeln aufweist. Nur wenige Meter neben der Paya Thone Zu Pagode findet ihr die Narathihapatae Hpaya Pagode (Punkt F) vorbei, die durch ihre schönen Wandmalereien begeistert und ihren Namen durch den König Narathihapatae selbst trägt.

Fast am Ende der Tour angelangt, könnt ihr euch den Izza Gawna Tempel (Punkt G) noch anschauen. Diese wurde nach einem Mönch benannt und im indischen Still errichtet. Einen abschließenden Ausblick, könnt ihr von dem Nan Myint Tower (Punkt I) genießen, wenn ihr die $5 dafür bezahlen möchtet.

Wir hatten Glück und ein Wärter der in der Nähe befindlichen Tempelanlage Winido (Punkt H) hat uns auf dem Tempel die Aussicht genießen lassen.

Zum Sonnenuntergang ging es dann auf die Bulethi Pagode (Rotes Fähnchen). Die Pagode ist sehr leicht und schnell von Nyaung U mit dem Fahrrad zu erreichen und bietet einen wundervollen 360°-Ausblick. Durch den durchaus guten Blick nach Osten, könnte die Pagode auch ein guter Spot für den Sonnenaufgang sein. Wir haben die Bulethi Pagode leider nicht zum Sonnenaufgang gestestet.

Panorama Bulethi Pagode nach Osten

Nicht ganz so schön wie der erste Sonnenuntergang auf der Shwesandaw Pagode, aber trotzdem spektakulär, haben wir den Sonnenuntergang auf der Bulethi Pagode genossen. Mit diesem Sonnenuntergang endete ein langer aber sehr schöner Tag, den wir nie in unserem Leben vergessen werden.

Sonnenuntergang Bagan

Bagan weist noch so viel mehr Tempel auf. Alle 2.000 zu erkunden ist aber fast nicht machbar ohne an einer „Tempelfobie“ zu erkranken. Wir geben dir den Tipp: Geh es langsam an, mach öfter Pausen um auch die Umgebung zu genießen und die Eindrücke auf dich wirken zu lassen. Man muss nicht jeden Tempel gesehen haben. Auch die Atmosphäre, die noch so unentdeckt, weit und authentisch wirkt, trägt zu dem spirituellen Gefühl bei, von dem wohl jeder Reisende in Bagan erfasst wird.




Fazit zur Tempelstadt Bagan

Natürlich ist Bagan in Myanmar das absolute Highlight und ein unabdingbares MUSST SEE! Die einzelnen Tempel zu erkunden kann mit der Dauer zwar etwas langweilig werden, weil nach einer bestimmter Zeit, jeder Tempel gleich erscheint, aber die Sonnenauf- und Untergänge sind einfach so spektakulär, das man Bagan sein Leben lang in Erinnerung behalten wird.

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