Bei Pauschaltouristen noch sehr unbekannt, schlummern die Strände von Kambodscha noch immer ruhig vor sich hin. Wer sich doch weiter wagt, als bis in die Hauptstadt Phnom Penh oder zu den Tempelanlagen in Angkor Wat wird sich nach Sihanoukville begeben, den laut einigen Reiseführern „angesagtesten“ Strandort Kambodschas. So entschieden auch wir uns, uns von der angeblichen Schönheit der Strände überzeugen zu lassen. Manche Reiseführer behaupten, Thailands Strände hätten Probleme bei der Schönheit der kambodschanischen mitzuhalten. Wir waren gespannt! Sihanoukville wurde nach dem damaligen König benannt und entstand erst in den 1950er Jahren als Ort, der zuvor aus Dschungel bestand. Strategisch war der Ort eine neue Öffnung zum internationalen Handel für Kambodscha. Der einzige Tiefwasserhafen des Landes, ermöglichte die Handelsbeziehungen nun unabhängig vom vietnamesischen Mekong-Delta. In Sihanoukville gibt es keine wirklichen Sehenswürdigkeiten, nicht einmal einen größeren Tempel. Das Zentrum besteht aus vielen Restaurants, Bars, Hotels und Reiseagenturen. Kulinarisch findest du hier aus jedem Land eine Speise, ob mexikanisch, italienisch, israelisch, indisch oder europäisch und sogar vegane Speisen sind auf der ein oder anderen Speisekarte vertreten.




In der Nähe des Ortes Sihanoukville befinden sich sechs Strände. Der von den Touristen am häufigsten besuchte Strand, der direkt an die „Partyarea“ in Shihanoukville anschließt, ist der Serendipity Beach. Dieser ist ganz annehmbar. Der Sand ist fein und hell, das Wasser dunkelblau. Der Strand wird gesäumt von vielen Restaurants und bei unserem Aufenthalt war dieser auch nicht überfüllt.

Als wir aber weiter Richtung Osten, über den Occheureal Beach zum Otres Beach gelaufen sind, trauten wir unseren Augen kaum: Überall lag Mühl und das nicht nur an einer Stelle, sondern den ganzen schönen Strand entlang! Wir waren von dieser Umweltverschmutzung wirklich geschockt und hoffen nicht, dass das ein ständiger Zustand an den Stränden in Kambodscha ist.

Erst als wir zu den Strandbars am Otres Beach gelangten, wurde der Strand wieder sauberer! Hier fanden wir auch den erwarteten feinen Sand und sauberes, blaues Wasser. Die Atmosphäre war sehr chillig und die Strandbars, die in russischer Hand zu sein scheinen, sehr einladend. Bei einem kühlen Bier oder einen Cocktail, lässt es sich hier einige Zeit aushalben und entspannen. Otres Beach ist für seine ruhige Atmosphäre bekannt und der Serendipity Strand eher als Partyzone. Wir empfanden dies als genau andersherum, aber bei uns schien die Highseason auch schon vorbei gewesen zu sein.




Läuft man vom Serendipity Strand weiter Richtung Westen, wird ein kleiner feiner Sandstand euch begeistern. Dieser ist wahrscheinlich der Schönste der sechs Strände und vor allem sehr sauber. Dies liegt aber hauptsächlich am Sokha Beach Resort, das auf die Zufriedenheit seiner Gäste sehr viel Wert legt, aber diese das auch mit $100 bis $150 pro Nacht bezahlen.

Weitere Strände sind der Independence Beach, der leider wieder etwas verschmutzt war und der schöne Koh Pos Beach, der an seiner Spitze ein kleines sehr niedliches Restaurant bereithält. Folgt man der Hauptstraße nach dem Restaurant weiter, findet man noch zwei weitere Strände, den Hawaii- und den Victory Beach, an dem auch der Tiefwasserhafen beginnt. Diese Strände empfanden wir auch nicht als sehr schön, was wiederum am Müll lag, aber auch die Atmosphäre keine Urlaubstimmung herbeiführte.

Insgesamt mussten wir ebenso feststellen, dass sich in Sihanoukville viele Deutsche und Russen niedergelassen haben. Man wird vielen älteren Männern, Hippies, Aussteigern aber auch jungen Backpackern begegnen. Die jüngere Generation nutzt Sihanoukville hauptsächlich als Durchreiseort zu den nahen gelegenen Inseln.

Anreise und Übernachtung

Wir reisten von Battambang mit dem Übernachtbus bis nach Phnom Penh und dann mit einem Minibus, in einer fünfstündigen Fahrt, zu Kambodschas Strandstadt (18 USD). Die Stadt ist größer als erwartet und bietet eine Vielzahl von Hotels und Hostels, die preislich etwas über dem kambodschanischen Durchschnitt liegen. In der Hauptsaison (November bis April) steigen die Preise stark an und viele der guten Hotelzimmer sind bereits vergeben. Wir hatten Glück und erhielten im Zana Beach Resort noch ein kleines, aber sauberes, Zimmer in einer gepflegten Anlage für $20 die Nacht. Von dort aus sind es nur wenige Meter bis zur Strandpromenade und ins Stadtzentrum.




Fazit zu Sihanoukville

Wir fanden die sechs Strände in Sihanoukville nicht besonders schön und müssen sagen, dass die Strände in Sihanoukville nicht mit thailändischen Stränden mithalten können. Längere Zeit würden wir in Sihanoukville nicht verweilen wollen, da die Atmosphäre der Stadt auch nichts besonderes war. Es kam trotz der am Meer gelegenen Strandstadt keine Urlaubsstimmung bei uns auf. Wir haben aber von anderen Backpackern schon gehört, dass die Strände von Sihanoukville nicht zu den schönsten in Kambodscha zählen und diese Stadt nur als Durchreiseort zu den nahegelegenen Inseln Koh Rong und Koh Rong Sanloem genutzt wird. Also machen wir uns auf zu den besagten Inseln.

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