Die Perle Südostasiens? Vielleicht war sie das einmal oder vielleicht wird sie das einmal sein. Bei unserem Besuch hatten wir kein gutes Gefühl von der Stadt. Die Stadt versucht sich schön zu machen, keine Frage. Überall wird gebaut und die modernen Hotels und Hochhäuser schießen aus dem Boden. Das auffälligste Gebäude in Phnom Penhs Skyline bildet der Vattanac Capital Tower. Insgesamt prägen das Stadtbild viele Häuser unterschiedlichster Architekturen.

Jedoch liegen die Probleme der Stadt deutlich tiefer. Schon bei unserem ersten Stadtspaziergang empfanden wir die Bevölkerung als sehr misstrauisch und eingeschüchtert. Kein Wunder bei so einer brutalen und grausamen Vergangenheit. Gerade einmal 42 Jahre ist es her, dass die roten Khmer die Macht ergriffen und ihre eigene Bevölkerung aus den Städten vertrieben und alle gebildeten Menschen ermordeten. Die Hauptstadt Kambodschas, ist mit ca. 1,5 Mio. Einwohnern keine übermäßig bevölkerungsreiche Stadt, was vor allem an ihrer schwierigen und grausamen Geschichte liegt. Damit wären wir schon bei den ersten beiden Sehenswürdigkeiten. Obwohl wir absolut keine Museumgänger sind, müssen wir euch zwei historische Museen empfehlen. Diese beiden geschichtlichen Plätze sind das Tuol Sleng Prison Museum (Gefängis S-21) und das etwas außerhalb von Phnom Penh gelegene Choeung EK Völkermord-Gedenkzentrum (Killing Fields).

Vor deinem Besuch der beiden Gedenkstätten empfehlen wir dir jedoch dich in die Geschichte der roten Khmer einzulesen. Wir fanden die beiden Museen sehr erschütternd. Wenn du also eine zart beseidete Person bist, solltest du dir wirklich überlegen, ob du dir das anschaust. Wir haben uns entschlossen den Menschen die diese Hölle erlebten unseren Respekt zu zollen und der Opfer zu gedenken indem wir die beiden Museen besucht haben. Aufgrund der Traurigkeit und Grausamkeit haben wir einen extra Beitrag für diese beiden Sehenswürdigkeiten verfasst. Den Beitrag über das Tuol Sleng Prison Museum (Gefängis S-21) und das Choeung EK Völkermord-Gedenkzentrum (Killing Fields) findest du hier. Es ist uns sehr schwer gefallen diesen Artikel zu verfassen und wir haben immer noch ein komisches Gefühl im Bauch, wenn wir an unseren Besuch der beiden Gedenkstätten zurückdenken.




Sisowath Quay

Schlendert man die ca. 2 Kilometer lange Uferpromenade Sisowath Quay entlang, dann kommt man an vielen schönen Restaurants, Bars und Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Uferpromenade Sisowath Quay verbindet die Sehenswerten Tempel Wat Phnom mit dem Wat Ounalom und den Königspalast. Eine wirkliche Sehenswürdigkeit ist die Uferpromenade nicht, dennoch ist es schön am Abend dort entlang zu schlendern und das Treiben um sich herum einzufangen. Du findest dort dann Straßenstände, spielende Kinder und viele Menschen die den Ausklang des Tages genießen. Die Atmosphäre hier ist gelöst und man sieht endlich mal Menschen die sich freuen.

Royal Palace

Der Royal Palace befindet befindet sich am südlichen Ende der Uferpromenade Sisowath Quay. Die 10 USD Eintritt ist der Königspalast eigentlich nicht wert. Wer den Königspalast in Bangkok schon einmal besucht hat, der kann sich das Geld hier sparen. Der Palast wirkt wie eine kleinere, billige Kopie des Königspalastes in Bangkok. Wenn du jedoch in Asien noch nicht so viele Tempel besucht hast, wird sich der Royal Palace garantiert für dich lohnen. Der Königspalast ist in zwei durch Mauern getrennte Bereiche unterteilt. Im ersten Bereich findest du in einer schönen Gartenanlage unter anderem die Hauptattraktion den Thronsaal, den Chan-Chaya-Pavillion in dem früher klassische kabodschanische Tanzveranstaltungen stattfanden und  den Hor Samritvvimean, den königlichen Warteraum, wo der König und die Königin auf ihre Elefanten warteten.

Im südlichen Bereich befindet sich die Pagode des Smaragdbuddhas oder auch Silberpagode genannt. Im Inneren der Pagode kannst du eine Kopie des berühmten grünen Buddhas aus dem Königspalast in Bangkok sehen sowie einen lebensgroßen Buddha aus Gold, der mit 10.000 Edelsteinen verziert sein soll. Den Namen Silberpagode verdient sich das Gebäude mit seinen über 5000 Silberfliesen am Boden. Jede Fliese soll ein Kilogramm wiegen, damit liegen über 5 Tonnen Silber dort am Boden. Weiterhin findest du in diesem Komplex einige Stupas, eine Königsstatue und eine Kopie des Angkor Wat -Tempels.

Im Palast selbst sind nicht alle Bereiche für Touristen zugänglich. Da der Königspalast noch als offizieller Wohnsitz des Königs dient, sind einige Bereiche für die Touristen verschlossen. Die Innenräume dürfen leider nicht fotografiert werden. Falls du dich doch entschieden hast, die 10 USD auszugeben, dann achte bitte auf korrekte Kleidung. Die Knie und Schultern müssen bedeckt sein.




Wat Phnom

Am nördlichen Ende der Uferpromenade Sisowath Quay eine Querstraße vom Fluss entfernt findest du auf Phnom Penhs einzigem Hügel den Tempel Wat Phnom. Der 27m hohe Hügel entspricht eher einer Anhöhe. Der Tempel selbst ist nichts Spektakuläres. Der Eintritt in Höhe von 1 USD zeigt dir eine gepflegte Tempelanlage und ein schönes Tempelinneres.

Wat Ounalom

Zwischen dem Wat Phnom und dem Königspalast an der Uferpromenade Sisowath Quay gelegen, findest du den Tempel Wat Ounalom. Dieser Tempel bildet das Zentrum des kambodschanischen Buddhismus.  In der der roten Khmer unter der Führung Pol Pots wurde die Tempelanlage sehr zerstört. Von dieser Zerstörung ist heute nichts mehr zu sehen. Der Eintritt zu dieser sehr schönen und interessanten Tempelanlage ist kostenlos. Im hinteren Bereich befindet sich eine Stupa, die ein Haar der Augenbraue Buddhas in sich tragen soll.

Weitere Sehenswürdigkeiten im südlichen Zentrum sind das Independence Monument und die Statue of King Father Norodom Sihanouk. Beide Sehenswürdigkeiten befinden sich entlang des Preah Sihanouk Blvd und liegen nur wenige hundert Meter auseinander.

Einen Steinwurf vom Independence Monument befindet sich der Tempel Wat Langka. Diese schöne Tempelanlage kannst du mit einem Besuch des Independence Monumentes verbinden.

Etwa 2 Km südlich des Independence Monument findest du auch die einzige moderne Shopping Mall „AEON“ in Phnom Penh. Das Shoppingcenter auf höchstem Niveau bietet dir alles Wünschenswerte zu europäischen Preisen.




Märkte in Phnom Penh

Falls du eher gern auf Märkten shoppen gehst, Phnom Penh hält vier nennenswerte Märkte für dich bereit den Central Market, den Tuol Tom Pong Market, den Orussey Market und den Night Market an der Uferpromenade Sisowath Quay. Der Central Market ist der modernste von allen. Im Inneren locken dich Stände mit Schmuck und Kleidung mit höherer Quälität. Der gesamte Markt ist sauber und bietet eine angenehme Einkaufsatmosphäre.

Der Tuol Tom Pong Market in der Nähe des Tuol Sleng Prison Museum (Gefängnis S-21) ist da schon eher ein typischer asiatischer Markt. Hier kannst du unserer Meinung nach die besten Souvenirs finden.

Der Orussey Markt hingegen ist ein typischer Lokal-Markt. Hier findest du alles von Küchenutensilien über Schmuck und Elektronik hin zu Obst, Fleisch, Fisch und andere Lebensmittel. Der Markt ist dreckig und stinkt in manchen Abteilungen furchtbar. Hier kannst du auch gebratene Ratten, gekochte Eier die Kücken enthalten und andere Grausamkeiten wie Maden, Würmer und Skorpione erwerben und essen.

Der Night-Market ist ein mit Touristen überfüllter Markt, indem du Speisen, Kleidung und Souvenirs erwerben kannst. Es gibt dort auch täglich ein Live-Programm, meist sind es asiatische Sänger, die sagen wir mal nicht jeden Ton exakt treffen.

Aussgehen in Phnom Penh

In Phnom Penh musst du aufpassen wo du hingehst. Es gibt zwei Barstraßen am Sisowath Quay. In diesen Bars ist aber sehr viel Prostitution am Gange. Deswegen würden wir dir gern eine kleine ruhige Barstraße empfehlen, die weit weg ist von dem Rotlichtmilieu an den Barstraßen der Uferpromenade. Die Barstraße befindet sich in der unmittelbaren Nähe zur AEON Shopping Mall in der 308. Straße.




Fazit zu Phnom Penh

Die Stadt hat sicherlich schöne Seiten. Wir allerdings finden diese Stadt hat nichts Besonderes. Wenn du hier Stopp machst ist ein Besuch des Tuol Sleng Prison Museums (Gefängis S-21) und das Choeung EK Völkermord-Gedenkzentrum (Killing Fields) ein prägendes Erlebnis, dass du nie in deinem Leben vergessen wirst. Ansonsten ist Phnom Penh nicht besuchenswert. Die problematische Vergangenheit steckt immer noch in den Menschen und der Stadt selbst.

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