Mit scharfen Säbeln bewaffnet, die dicken, widerstrebenden Lianen und dickes Buschwerk bekämpfend, kein Weg, keine Orientierung, kein Ende in Sicht – nichts wissend was einen erwartet, vielleicht ein Schatz, vielleicht der Tot. Doch stattdessen entdeckte Charles Émile Bouillevaux im 19. Jh. ein ganzes Universum. Angkor, eine Stadt erbaut für Götter. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein, unwissend im Dschungel nach tagelanger Reise, auf einmal den größten sakralen Bau der Welt vor sich zu finden: beeindruckend, majestätisch, geheimnisvoll und mysteriös? Jedenfalls kamen uns diese Wörter in den Sinn, als wir im Dunkeln 5 Uhr morgens, die riesige versteinerte Angkor Wat- Brücke betraten und sich die Tempelanlage nach und nach im Licht der Sonne erhellte. Natürlich wirst du nicht der einzige sein, der den Sonnenaufgang am Angkor Wat verbringt, wie das dritte Bild zeigt.

„Once in a life time“ so bezeichnen viele ihren Besuch bei den Tempelanlagen in Angkor Wat – man muss diese einfach einmal im Leben gesehen haben. Dabei ist nicht mal der wohl bekannteste Bau Angkor Wat das Faszinierendste der Tempelstadt mit über 1.000 Tempeln, sondern die Vielfallt, die die Stadt der Götter auf ca. 200 qm aufweist und 1992 zum UNESCO Welterbe erhoben wurde. Das einstige prachtvolle Königreich der Khmer fand seinen Anfang mit der Vereinigung unter der Herrschaft von Jayavarman II. in den Jahren zwischen 802 und 850. Der selbst ernannte „Götterkönig“ verstand sich als Vertreter des hinduistischen Gottes Shiva auf Erden. In Phnom Kulen errichtete er den Wohnsitz des Gottes Shivas, den Berg Meru aus der hinduistischen Mythologie und somit das „Zentrum des Universums“ des hinduistischen Glaubens. Die anschließenden Könige bauten Bewässerungssysteme, die den Reisanbau und das Leben in der Region erst ermöglichten. Nach dem Tot eines Herrschers, wurde die Hautstadt meist in ein anderes nahes Gebiet verlegt und der neue König errichtete einen Haupttempel für sich und jeweils mehrere Tempel für seine Ahnen. Im 11 Jh. gelangte der Thron-Räuber Suryavarman I. an die Macht. Unter seiner Herrschaft begann die Einführung des Mahayana-Buddhismus im damaligen Kambodschea und die Umgestaltung der Tempel nach Buddhistischen Glauben. Der Niedergang des Reiches kam mit dem Tod Königs Jayavarman VII. und den Beginn der Plünderungen von Angkor durch die Thailänder im 14. und 15. Jh. Das thailändische Königreich Ayutthaya (siehe dazu unseren Beitrag „Ayutthaya“) wurde nach dem Vorbild der Angkor Tempel erstellt und mit dessen Schätzen ausgestattet. Die Khmer vergaßen nie ihre Stadt der Götter, die langsam vom Dschungel umschlossen wurde. Angkor geriet hingegen in Vergessenheit bei den anderen Nationen und wurde erst in den 1860-er Jahren durch die Franzosen wiederentdeckt. Bouillevaux war zwar der Erste, der Angkor betrat, aber erst durch den Forscher Henri Mouhot und seine präzisen Skizzen, konnte die Tempelstadt Angkor der Öffentlichkeit wieder preisgegeben werden.




Seit das archäologische Territorium Angkor für den Tourismus wieder geöffnet wurde, besuchen jährlich ca. 2 Mio. Touristen das Gelände. Es ist möglich, die wichtigsten Tempel an einem Tag zu erkunden. Es werden von den Hotels und Tuk Tuk –Fahrern drei Tagestouren angeboten, die wir euch nachfolgend vorstellen wollen. Wer etwas mehr Zeit besitzt, sollte die ersten beiden Tagestouren durchführen. Fast jeder Tempel auf den ersten beiden Tagestouren weist seine eigene Besonderheit auf und fasziniert. Bedenken solltet ihr bei eurer Planung der Tagestouren, dass in die archäologische Zone ein Eintrittspreis von $ 34 (1 Tag) anfällt und für 3 Tage mittlerweile $62. Hinzu kommen noch die Kosten für die Tagestour mit dem Tuk Tuk, was pro Fahrzeug ungefähr mit $15 veranschlagt wird, euch aber zur Ticketstation und von Tempel zu Tempel fahren wird. Die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Mit dem Fahrrad, werdet ihr mehr als einen Tag benötigen und bei den Temperaturen von über 35 Grad, solltet ihr körperlich sehr fit sein. Eine schöne Karte zur Übersicht über die Tempelanlage und Route findet ihr hier. Angkor Wat ist der berühmteste Tempel, aber die anderen Tempelanlagen stehen ihm in nichts nach. Auf unserer Reise haben wir einige Touristen gefragt, was der beste Tempel in Angkor war und überraschender Weise, empfanden die meisten Angkor Wat nicht als den schönsten und wir ebenfalls nicht. Nachfolgend wollen wir euch deshalb mehrere Tempel in Angkor vorstellen, die ihr euch unbedingt ansehen solltet:

1. Tagestour in den Tempelanlagen von Angkor Wat

Angkor Wat

Beginnend mit der Hauptattraktion und dem Nationalstolz der Khmer, startet Tag 1 die kleine 17 km lange Runde mit dem Sonnenaufgang vor Angkor Wat. Wem am ersten Tag 4 Uhr morgens aufstehen zu zeitig ist, der kann den Sonnenaufgang auch zu Beginn des zweiten Tages durchführen. Auch wenn der Sonnenaufgang euch nicht so spektakulär erscheinen wird, solltet ihr die Chance dennoch nutzten: Im Dunkeln werdet ihr an das Gelände gebracht. Nichtsahnend taucht vor euch eine kleine Treppe auf, die von Schlangenköpfen auf beiden Seiten bewacht wird. Über eine lange,  verzierte Steinbrücke, über einen ca. 200 m breiten Fluss, gelangt ihr schließlich an ein gewaltiges Steintour und auf das Gelände der mächtigen Tempelanlage Angkor Wat. Der Weg ist nicht beleuchtet und wirkt deswegen im Schein der Taschenlampen sehr imposant. Langsam wird es heller und man nimmt die ersten Umrisse der 5 Türme war, die sich inmitten einer weitläufigen, von Mauern umgebenen Anlage befinden. Der von Touristen am meisten besuchte Ort für den Sonnenuntergang ist der Teich links neben der Brücke in der ersten Mauereingrenzung. Angkor Wat spiegelt sich hier im klaren Wasser wieder. Ab 5 Uhr morgens ist der Tempel für Besucher zugänglich. Gleich nach Sonnenaufgang solltet ihr die Chance nutzten und die Anlage erkunden. Die meisten Touristenbusse stürmen die Anlage erst ab 9 Uhr und somit habt ihr noch die Gelegenheit, ein paar Bilder ohne die Massen an Touristen zu ergattern, die im folgende die Anlage besuchen werden.

Übersetzt bedeutet Angkor Wat so etwas wie „Tempelstadt“. Bewohnt wurde er hingegen nie. Die eigentlichen Häuser befanden sich außerhalb der Anlage und wurden aus Holz gebaut. Angkor Wat hingegen besteht aus Sandstein. Das Einzigartige an dem Gebäude ist die Ausrichtung nach Westen, die im Hinduismus für den Tot steht und Angkor Wat aus diesem Grund früher fälschlicherweise für eine Grabstätte gehalten wurde. 37 Jahre hat der Bau der Anlage, unter König Suryamvarman II im 12. Jh., gedauert. Er widmete den Tempel den hinduistischen Gott Vishnu. In den Tempelkomplex führen drei Eingänge. Durch den mittleren durfte früher nur der König schreiten, durch den Eingang an den anderen beiden Seiten, die Untertanen und Elefanten. Ein riesiges Fachrelief, welches Szenen aus den Eroberungen und Leben der damaligen Zeit abbildet, verläuft im Urzeigersinn entlang der Wände. Über 3.000 Abbildungen von Nymphen in 37 verschiedenen Darstellungsformen, werdet ihr an fast jeder Wand finden. Die Verzierungen sind wunderschön detailliert und gut erhalten.

Angkor Wat ist wie die anderen Tempel in Angkor durch einen großen Turm in der Mitte der Anlage gekennzeichnet. Dieser stellt den „Berg Meru“ dar – den Ausgangspunkt der Welt. Darum befinden sich vier weitere kleinere Türme, die jeweils auf einem Grundriss aus vier Quadraten stehen. Die Zahl vier bedeutet im Hinduismus „Vollkommenheit“ und so ist auch Angkor Wat. Nichts wurde einfach nur „gebaut“. Alles findet einen Zusammenhang und wurde genauestens bedacht. Auch die Wasserpools außerhalb und innerhalb der Tempelanlage stellen die „Ozeane“ der hinduistischen Welt dar und sind präzise am Hauptturm ausgerichtet. Dieser kann übrigens, bestiegen werden. Oben findet ihr eine gute Aussicht auf die Tempelanlage und den ersten Rang.

Die Wandverzierungen sind wie im unteren Stockwerk sehr gut erhalten. Es befindet sich in jedem Turm eine Gebetsstätte, ansonsten gibt es nicht nichts, was ihr nicht im unteren Stockwerk nicht auch sehen könnt. Frauen sollten darauf achten, Schultern und Knie zu bedecken. Selbst Tücher werden hier nicht akzeptiert. Die Wache besteht auf einen Rock oder eine lange Hose. Ihr solltet euch für

Angkor Wat ca. 2 Stunden, mit Turmbesteigung, Zeit nehmen und auch ruhig einmal um das Gebäude herumlaufen. Es gibt an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Übrigens kann man sich für eine Spende von 1 USD in Angkor Wat segnen lassen. Als Zeichen erhielten wir ein rotes Band um das Handgelenk.

Falls ihr den Sonnenuntergang bei Angkor Wat schauen wollt, haben wir noch einen kleinen Tipp für euch. Geht einfach zur Ostseite. Dieses Eingangstor wird von sehr wenigen Touristen besucht. Nur hier könnt ihr Angkor Wat vor den vom Sonnenuntergang verfärbten Wolken sehen.




Angkor Thom

Von einem breite Wassergraben umgeben, befindet sich eine 10 qm große Insel. Von manchen Seiten lässt sich nicht erahnen, was sich hinter der Bewaldung verbirgt. Doch inmitten jeder Seite des quadratisch verlaufenden, 100 Meter breiter Wassergrabens befindet sich ein Eingangstor: Das Tor zu Angkor Thom – die „große Stadt“ und die letzte große Hauptstadt des Khmer-Reiches. Eine Festung, die lange Zeit unter König Jayavarman VII. im 12. Jh. nicht einnehmbar war und über eine Million Menschen beherbergte. Allein das Eingangstor schreckt die Angreifer ab: 54 Dämonen und 54 Götter kämpfen gegeneinander. Das Süd Tor wurde vollständig renoviert und erstrahlt in seinem alten Glanz und viele Köpfe schauen den Besucher beim hindurchtreten warnend an. Der Weg verläuft zu Angkor Wat und wird als Haupteingangstor für Touristen genutzt. Das Ost- und West Tor ist nicht so spektakulär. Filmliebhaber, sollten sich aber das Osttor genau ansehen, da hier auch eine Filmszene von Tomb Raider gedreht wurde. Im Zentrum der Stadt steht der Bayon Tempel.

Bayon

Der im Zentrum von Angkor Tom befindliche Tempel Bayon unterscheidet sich grundlegend von den anderen Tempeln. Inmitten von Angkor Tom gelegen, führen enge Korridore und steile Treppen zu 54 Türmen empor. König Jayavarman VII. lies diesen Geniestreich erbauen und stellte mit 216 Steingesichtern sein enormes Ego und seine Macht zur Schau. Die Wissenschaft kennt bis heute, die Bedeutung der riesigen Steinköpfe des Bayon Temples nicht. Steht man auf der oberen Terrasse des Tempels, erscheinen die überall riesigen lächelnden Gesichter schon irgendwie als angsteinflößend, machtvoll und gewaltig, aber trotzdem sehr bemerkenswert, irgendwie dennoch menschlich und architektonisch wertvoll. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann besucht den Tempel vor Sonnenaufgang. Es muss bemerkenswert sein, wenn die Sonne nach und nach die lächelnden Gesichter des damaligen Herrschers anleuchtet. Wer sich für die Bauweise interessiert, der findet vor dem Tempel ein kleines Museum, wie die schweren Steine aufeinander fanden. Bambusstäbe wurden durch die Steine gesteckt und so miteinander verbunden, deshalb werdet ihr in jedem Bauwerk große Steine mit Löchern vorfinden.

Weitere Tempel in Angkor Tom

Neben Bayon sind noch weitere Tempel in Angkor Thom sehenswert. So bietet Baphuon eine sehr schöne Aussicht auf die Umgebung.

Vom Baphuon Tempel führt ein sehr schöner Pfad entlang weiterer Tempel. Der Weg führt dich zum Königspalast von dem nur ein paar Steine übriggeblieben sind, der pyramidenförmige Phimeanakas Tempel, zum Tempel Prasat Chrung und zu den Terrassen des Leprakönigs.

Gleich neben den Terrassen des Leprakönigs sind die Elefantenterrassen. Von dort aus kannst du auf der anderen Straßenseite schon den Preah Pithu sehen. Für den sehr lohnenswerten Pfad benötigst du in etwa eine Stunde. Für die Besichtigung der gesamten Tempelanlage Angkor Thom solltest du ca. 2-3 Stunden einplanen.

Thommanom und Chay Say Thevada

Verlässt man Angkor Tom befinden sich auf dem „Siegesallee“ links und rechts zwei kleine Tempel: Thommanom und Chay Say Thevada. Die beiden hinduistischen Flachtempel besitzen einen ähnlichen Baustil wie Angkor Wat. Des Weiteren besteht Thommanom, welcher im 20. Jh. renoviert wurde aus einem Tor Turm, einer Versammlungshalle und einem Tempelturm, die mit einem Korridor miteinander verbunden werden. Die kleine Bibliothek befindet sich ein paar Meter entfernt. Chay Say Thevada wurde noch nicht renoviert und verfällt immer mehr. Es sind nur noch einzelne kleine Gebäude erkennbar.

Ta Keo

Dieser Tempel wird auch Prasat Keo in der Khmer Sprache genannt. Er liegt in der Nähe der Angkor Tom Grenzmauern, aber schon außerhalb des künstlich angelegten Wassergrabens, an der „Siegesallee“. Ta Keo liegt auf einem imaginären „Tempelberg“ und ist über 1.000 Jahre alt, somit älter als Angkor Tom. Steile Treppen müssen erklommen werden, wenn ihr bis ganz nach oben wollt. Hier findet ihr einen kleinen Buddha-Gebetsplatz und eine Aussicht auf die Anlage.

Ta Prohm

Einer der für uns beeindrucken Tempel war Ta Prohm. Nicht etwa, weil dort Tomb-Raider gedreht wurde und Lara Croft alias Angelina Jolie unter einem der gigantischen Bäume eine Blume pflückte, sondern weil der Tempel noch ein wahrer Dschungeltempel ist. Wäre man dort allein, würde in jedem das Gefühl aufkommen, als hätte man diesen gerade als Erster entdeckt: Inmitten hoher Bäume säumt ein kurzer Steinweg mit verziertem Geländer den Weg bis zum Eingangstor. Überall findet man kleine Korridore, Alleen und Innenhöfe.

Hier stößt man auf hohe Bäume, die sich das Mauerwerk zurückerobern und mit diesem verflochten erscheinen. Ein toller Anblick, so natürlich und einfach sagenumwogen, wie im Dschungelbuch, Indiana Jones oder eben Tomb-Raider. Die unzähligen Verzierungen an den Wänden, mussten durch die Kletterpflanze leider etwas leiden, haben aber von ihrer Schönheit kaum etwas verloren. Was der Mensch mühsam errichtete, holt sich die Natur langsam wieder zurück. So zumindest wirkt der Ta Prohm Tempel.

Banteay Kdei und Sra Srang

Etwas nördlich von Ta Prohm gelegen, befindet sich das buddhistische Kloster Banteay Kdei aus dem 12. Jh. Ein mächtiges Steintor kennzeichnet den Eingangsbereich und ein großes lächelndes Gesicht schaut auf den Besucher hinab. Das Kloster ist nicht ganz so schön wie Ta Prohm, aber dennoch einen Besuch wert.

Vier Eingänge sind mit Geruda-Figuren geschmückt und auch sonst sind die Verzierungen sehr gut erhalten. Auf der anderen Straßenseite, gegenüber dem Eingangstor, befindet sich ein großes Wasserbecken, Sra Srang. Früher wurden hier königliche Waschungen abgehalten.




2. Tagestour in den Tempelanlagen von Angkor Wat

Die zweite 26 km lange größere Runde, kann man ebenfalls mit dem Sonnenaufgang am Angkor Wat beginnen. Man verlässt dann Angkor Wat durch das Nord-Tor zum ersten Tempel:

Preah Khan

Neben dem Tomb Raider Tempel Ta Prohm, hat uns dieser Tempel am besten gefallen, sogar besser als der Innenhof von Angkor Wat. Schon die Steinbrücke, die über einem kleinen Fluss führt, wird von Statuen gesäumt. Das große steinerne Eingangstor verweist schon auf einen großen dahinterliegenden Komplex. Tatsächlich ist die Anlage Prah Khan die zweitgrößte in Angkor. Das Osttor ist der Haupteingang, der dem Mahayana-Buddhismus gewidmet wurde. Die Tore die in die anderen Himmelsrichtungen verlaufen, sind kleiner und den hinduistischen Göttern Shiva, Vishnu und Brahma gezollt. Geht ihr in Richtung des Nord Tors, gelangt ihr in einen Innenhof, zur rechten Seite findet ihr dann mehrere Steinsäulen vor. Weiter in Richtung des West Tors findet ihr die Halle der Tänzerinnen, die viele Verzierungen aufweist und das Beste hinter dem West Tor: Die verschlungenen Bäume! Baumgiganten mit ausgeprägtem Wurzelwerg umschlingen die Außenmauer. Teilweise sehen die Wurzeln aus, wie Rüssel von Elefanten und wirken genauso gewaltig. Diesen Tempel zu besichtigen, können wir jedem unbedingt empfehlen.

Von jedem Eingang führen Korridore, mit vielen Abzweigungen, zum zentralen Punkt der Anlage: Hier befindet sich einen kleinen Stupa. In den gegenüber liegenden Wänden sind die Steine so angeordnet, dass man aus einem bestimmten Winkel, die Stupa wie eine Kerze erscheinen lassen kann. Ein tolles Fotomotiv und der Werter der Anlage wird euch bestimmt gern behilflich sein, so wie uns.

Preah Neak Poan

Die Tempel in Angkor ähneln sich zum größten Teil. Preh Neak Poan, fällt vollkommen aus der Reihe. Ein langer Holzweg führt über einen Fluss, aus dem noch alte tote Bäume ragen. Schon dieser Anblick wirkt irgendwie mysteriös und etwas unheimlich. Die hinter der Holzbrücke zum Vorschein kommende Anlage ist in unseren Augen gar kein Tempel, eher ein Wasserreservat, welches früher tatsächlich eins gewesen sein soll. Ein großes Wasserbecken, welches im Grundriss Kreuzförmig verläuft, enthält in der Mitte eine kleine Insel mit einem verzierten Tempelturm. Nach allen anderen Tempeln, bietet diese Umgeben eine kleine Abwechslung für die Besucher.

Ta Som

Ta Som wurde im 12. Jh. von Jayavarman VII. erbaut. Beeindruckend ist das Eingangstor zum Tempelgelände und das darauf verarbeitete große Gesicht, was einen warnend anzublicken scheint. Dahinter befindet sich ein kleiner Weg, der zu einem kleinen, sehr zerfallenen Tempel führt und einem weiteren Torbogen. Hier findet man eigentlich die Hauptattraktion des Tempels: Ein hoher Baum mit einem mächtigen Wurzelwerk, welches einen Torbogen zu Umarmen scheint. Ein wirklich sehr schönes Fotomotiv.

East Mebon

Der östliche Mebon stand einst inmitten von Wasser, auf einer kleinen Insel. Heute findet man hier kein Wasser mehr, aber dennoch einen schönen Tempel, der mehrere Türme aufweist, die einen Hauptturm, in der typischen Khmer Bauweise umgeben. Der Hindu-Tempel wird von allen Seiten von pompösen Steinelefanten bewacht, die das Markenzeichen des Tempels zu sein scheinen. An allen Seiten findet man noch „Rampen“ vor. Archäologen vermuten, dass der Tempel nie vollkommen fertig gestellt wurde.

Banteay Srey

23 km nord-östlich von Angkor Wat gelegen, befindet sich der Banteay Strey Tempel, den ihr euch auch unbedingt ansehen solltet. Der im 10. Jh. erbaute Tempel ist noch sehr gut erhalten und mit wunderschönen, aufwendigen Verzierungen versehen. Schon das Eingangstor weist detaillierte Ornamente auf. Bis hin zu den Hauptgebäuden, inmitten einer hohen Mauer und umringt von einem Wassergraben, säumen den Weg immer wieder Türrahmen, die früher wahrscheinlich mehrere Korridore verbanden. Im Innenhof der Mauer befinden sich der Haupttempel der hinduistischen Anlage. Drei T-förmig angeordnete Gebäude, die früher einmal eine Bibliothek waren, ragen in der Mitte des Innenhofes empor. Sehr schön erhaltene Affenfiguren bewachen die Eingangstüren und verleihen dem Tempel ein abenteuerliches Aussehen von einem wahren Dschungeltempel. Wir fanden den Tempel sehr bemerkenswert, vor allem durch die Verzierungen die wirklich sehr gut erhalten sind, sogar besser als an allen anderen Tempeln.

Pre Rup

Südlich des östlichen Mebon gelegen, befindet sich der Pre Rup Tempel. Fünf Lotustürme kennzeichnen den pyramidenförmigen Tempelberg, der über drei Ebenen verläuft. Der Tempel besteht nicht aus Sandstein, wie viele anderen, sondern wurde mit Backsteinen erbaut. Bevor der Verfall so intensiv begann, war das Fundament mit mehreren Schnitzereien verziert, wovon heute nur noch wenige erkennbar sind. „Wenden des Körpers“ bedeutet die Khmer Übersetzung. Archäologen gehen davon aus, das der Tempel früher einmal ein Krematorium gewesen ist.

3. Tagestour in den Tempelanlagen von Angkor Wat

In einer dritten Tagestour, die aber kein MUSS ist, kann man sich die Roluos-Gruppe, 13 km östlich von Siem Reap, anschauen. Die Tempel können innerhalb von einer Halbtagestour 2-3 Stunden besichtigt werden. Leider sind die Bauwerke nicht mehr ganz so gut erhalten, wie die in Zentral Angkor, da diese aus weniger haltbaren Materialien wie Backstein errichtet wurden. Hier kann man aber die klassische Khmer-Baukunst aus früherer Zeit, vor Angkor Wat, bewundern.  Der schönste von ihnen ist Bakong. Über einen Weg, der von zwei großen Teichen gesäumt ist, gelangt man zu der fünfstöckigen Sandsteinpyramide. Sieben kleinere Türme erheben sich um den großen Hauptturm Man kann die detaillierten Stuckverzierungen noch hier und da erkennen. Zu den weiteren Tempeln der Roluos-Gruppe zählen: der Prasat Prei Monti und der Lo Lei Tempel – der leider zu unserer Ankunftszeit renoviert wurde.




Fazit zu Angkor:

Definitiv ein MUSS für jeden der sich in Südostasien aufhält! Wunderschöne alte Tempelanlagen, die uns sogar noch besser gefallen haben als die Maja Ruinen in Mexico, wenn gleich die Maja Ruinen noch etwas mysteriöser wirkten. Wahrscheinlich lag das aber am geschichtlichen Hintergrund. Schaut euch auf jeden Fall Angkor an und nehmt euch mindestens zwei Tage Zeit dazu, denn nicht nur Angkor Wat wird euch in Erstaunen versetzen! Bayon, Ta Prohm und Preah Khan erscheinen neben Angkor Wat ebenbürtig und werden dir ein definitives Indianer Jones und Tomb Raider Feeling vermitteln.

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